Geschichten, die verkaufen - Storytelling, Storyselling & Content Marketing

Transkript

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Es gibt eine Strategie, die mir in den letzten fünf Jahren jeden Tag geholfen hat, mit meinen täglichen Herausforderungen, Probleme und auch Gedanken zurechtzukommen. Wie diese Strategie funktioniert, das erzähle ich dir in der heutigen Episode von Geschichten, die verkaufen. Bis gleich. Herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Geschichten, die verkaufen. Schön, dass du heute wieder dabei bist und eingeschaltet hast. Mein Name ist Bernhard Kalheimer und ich habe dir versprochen, in einer der letzten folgen, Episoden, dass ich auch mehr dich hinter die Kulissen blicken lasse, dir Strategien aus nicht nur business-und unternehmerisch mitgeben möchte, aus dem Bereich Storytelling, Story-Selling, Content-Marketing, Business-Development und auch Sales, sondern auch dich hinter die privaten Kulissen gucken lassen möchte. Also natürlich auch bei mir verschwimmt das ja alles privat und geschäftlich und das kennen ja fast alle Selbstständigen oder auch Unternehmer, die ein eigenes Business haben oder selbstständig sind oder auch bei Führungskräften, die stark eingespannt sind. Es verschwimmt alles in der heutigen Zeit. Und ich möchte heute eine Strategie näherbringen, die mir sehr, sehr geholfen hat in den letzten sechs, sieben Jahren, glaube ich, fast schon. Und zwar geht es dabei das Journaling, also auf Deutsch Tagebuch schreiben. Und ich kann dir nur sagen, mir hat das so dermaßen geholfen in den letzten Jahren, einfach täglich meine Gedanken niederzuschreiben, das, was mich im Kopf aufhält.

Und egal, ob das wirklich richtig herausfordernde Zeiten waren, wie damals der Exit mit „Kino hält oder auch der Austritt von mir aus der Firma, weil ich mich mehr oder weniger gezwungen gesehen habe, persönlich mit mir Frieden schließen zu können, meinen damaligen Chief Sales Officer posten, so wie das Ganze heißt, also ich war für den Bereich Sales zuständig, niederzulegen und nur noch als Gesellschafter tätig zu sein. Und du kannst dir vorstellen, wenn du so ein Start-up aufbaust und wirklich extreme Phasen durchgehst. Also eine Achterbahnfahrt der Gefühle, der Emotionen, der Herausforderungen, der Probleme vor allem, weil du täglich mit den verrücktesten und eigentlich krassesten Problemen konfrontiert bist. Und Und dann auf einmal ist es nicht mehr da. Und du fühlst dich zwar erst mal kurz freier, aber dann fühlst du dich total leer. Und das musst du irgendwie bearbeiten und von dir weg und rauskriegen aus deinem System. Warst du aus deinem System? Und ich bin mir sicher, du hast genauso Themen, wie ich die damals hatte oder jetzt auch mit Uwe's Tod. Es war auch eine wirklich, wirklich sehr fordernde Zeit für mich. Und ich habe es für mich schafft, da einen Weg zu finden, indem ich diese Gedanken, die ich habe, loswerde, indem ich drüber schreibe.

Und es ist am Endeff ein ganz einfaches Tool, das jeder von uns nutzen kann, weil du brauchst nicht mehr als ein Journal, also ein Tagebuch, einfach so ein schwarzes kleines Büchlein und einen Stift und deine Gedanken. Und der Weg, wie es für mich am besten funktioniert, den möchte ich dir heute mal mitgeben, weil du kannst diese Dinger kannst du natürlich kaufen, die sind dann schon fertig, ausgefüllt. Da hast du dann verschiedene Zeilen, so eine tägliche Intention und für was du dankbar bist und schreibe drei Sätze auf, warum du glücklich warst heute. Schreibe drei Sachen auf, warum vielleicht auch nicht und deine Intention für morgen und bla, bla, blub. Ich hatte diese Journals und ich muss dir sagen, am Anfang hilft es. Ja, es hilft dir, reinzukommen in den Flow, einfach in diesen Prozess reinzukommen Auch so mit ein bisschen Struktur. Also wenn du da am Anfang Struktur brauchst, dann hilft das total. Ich habe für mich nur einfach gemerkt, dass diese Struktur, die hat mich total eingeschränkt. Also total eingeschränkt im Sinne von, nach zwei, drei Wochen habe ich Sachen nur noch erfunden, einfach was hinzuschreiben, damit es ausgefüllt ist. Und das ist eigentlich total dämlich, weil dafür ist es nicht gemacht.

Und dann habe ich es auch weggelegt. Und ich musste für mich da einen neuen Weg finden. Und der Weg ist eigentlich viel einfacher. Der Weg ist, du hast einfach ein weißes Blatt Papier. Ich nehme immer eine Seite, ich versuche immer, eine Seite vollzuschreiben von so einem kleinen Büchlein. Also nicht mein A4-Buch, ich glaube, ein A5-Buch ist es dann. Also wirklich so ein kleines Buch, so ein Notizbuch. Und ich verwende eine Methode, die nennt sich „Brain Dump. Also bedeutet auf Deutsch: Du schmeißt einfach alles aus deinem Gehirn raus, das dich gerade beschäftigt. Und das darf alles sein. Das hat gar keine Vorgabe. Das ist das, was gerade in deinem Kopf ist. Das versuchst du, rauszutransportieren. Weil, schauen wir, das Problem ist: Wenn es in deinem Kopf bleibt und du bekommst es nicht raus, dann passieren diese – ich glaube, in der Psychologie heißen sie Gedankenstrudel. Also diese Strudel, die dich reinziehen und immer tiefer nach unten ziehen und gar nicht mehr rauslassen. Also wirklich wie so ein Strudel. Und wenn du es aber schaffst, diesen Gedanken denken, loszulassen und rauszutransportieren aus deinem Gehirn, dann ist er raus und er beschäftigt dich nicht mehr. Und es gibt keinen besseren Weg, als den Weg zu finden vom Gehirn über deine Hand in den Stift auf das Blatt Papier.

Glaub mir, dann ist der raus, dann ist der weg. Und das ist total befreiend. Das ist so helfend. Und egal, ob das große Probleme sind, Herausforderungen, kleine Herausforderungen, Themen, die dich gerade beschäftigen, Themen, die dich nicht loslassen. Dafür ist der Weg perfekt. Und er dauert nicht länger als 5 bis 10 Minuten jeden Tag. Und das ist das richtig, richtig starke dran. Jetzt habe ich diese Journals gefunden bei meinem Aufräumen, bei meiner Aufräumaktion zwischen den Jahren oder ich glaube, in der ersten, zweiten Januarwoche. Wenn man sich gerade so frei machen möchte von dem ganzen Ballast, der einem irgendwie so auf den Schultern hängt, habe ich mein Büro aufgeräumt und auch meine ganzen Bücher aufgeräumt und da habe ich eben meine ganzen alten Journals gefunden und habe da einfach mal durchgeblättert. Und glaubt mir, das ist so spannend, da mal zu sehen, was einen damals beschäftigt hat und auch vielleicht zu sehen, was einen heute noch beschäftigt, was heute immer noch so ein Thema ist, weil dann kann man noch mal daran arbeiten und noch mal so eine Auswertung auch machen. Und ich habe das jetzt gar nicht so intensiv gemacht. Ich bin einfach durchgeblättert. Ich habe mir diese Bücher genommen, diese Notizbücher, und bin einfach durchgeblättert.

Und da waren so spannende Themen dabei. Auch so Themen, wo du dir denkst: „Eig, verrückt. Das hat mich früher mal beschäftigt. Das ist ja echt eine Kleinigkeit. Aber damals war es für mich keine Kleinigkeit, sondern es war ein Elefant. Und ich musste den Elefant irgendwie loswerden. Und ich kann mir vorstellen, dass es für dich auch solche Themen gibt, die dich beschäftigen, Da wo du vielleicht auch nicht mit deinem Partner, mit deiner Partnerin, mit deiner Ehefrau, Ehemann oder mit deinen Freunden drüber sprechen kannst oder möchtest, sondern das mit dir selbst lösen willst. Vielleicht auch nicht den Schritt gehst, weil es vielleicht auch zu früh ist oder vielleicht auch gar nicht nötig ist. Hey, I don't know. Aber es gibt ja auch noch ganz viele andere Möglichkeiten, mit anderen Menschen drüber zu sprechen. Eine Therapie, einen Coach, einen Therapeuten. Extrem viele Möglichkeiten, okay? Aber ich finde, bevor man diesen Weg geht, kann man immer diesen Weg gehen und der hilft. Und das eine schließt aber das andere nicht aus. Hey, ich hatte auch einen Coach. Es war super. Der Coach hat mir so dermaßen geholfen damals. Und schau mal, und ich finde das auch gar nicht schlimm: Ich hab diesen Weg für mich gewählt, weil ich wusste, ich schaffe es alleine nicht.

Ich brauch jemanden an meiner Seite, der mir hilft. Und oft haben wir, vor allem wir Männer, das Thema mit Schwäche, Schwäche zeigen und verletzlich sein. Und glaub mir, den größten Fehler wahrscheinlich, den ich damals gemacht habe, in meiner wirklich aktiven Start-up-Zeit, würde ich jetzt mal nennen, auch wo ich noch jung war. Ein junger Gründer. Ich dachte als Gründer: „Ich muss immer alles wissen. Ich muss auf alles eine Antwort wissen. Ich muss immer gut gelaunt sein. Und wenn mich jemand fragt, meine damaligen Freunde, das ist wirklich gute Freunde waren und zum Glück auch teilweise heute noch gute Freunde sind, mich gefragt haben: „Hey, Berni, wie geht es dir denn? Habe ich immer geantwortet: „Hey, mir geht es blendend. Alles super, alles cool. Obwohl innerlich war gar nicht alles cool und gar nicht alles super, sondern genau das Gegenteil. Mir ging es richtig mies und richtig schlecht. Nur ich dachte, ich muss immer hier dieser Sunnyboy sein, der immer, bei dem immer alles super ist, alles fein ist, alles cool ist. Und weißt du, zu was das geführt hat? Dass sich manche Freunde damals von mir abgewendet haben. Und das ist so traurig. Und ich verstehe es heute auch.

Damals habe ich es nicht verstanden, aber weil es nicht echt ist, weil es nicht authentisch ist, weil vor allem bei seinen Freunden man auch verletzlich sein darf und auch mal eine schwache Seite zeigen darf. Aber das musste ich erst lernen. Deswegen ist es für heute für mich nicht schlimm, mal eine Schwäche zu zeigen und dich da auch teilnehmen zu lassen, weil es gehört dazu, zum Leben. Jeder hat mal eine Herausforderung, mit der er gerade nicht klarkommt. Und dafür gibt es Hilfe, dafür gibt es die nötigen Tools, wie zum Beispiel Journaling und noch ganz viele andere Themen. Und ich nehme dich da gerne auch mit. Ich teile dann in der Zukunft noch ein paar andere Methoden Drogen, die mir geholfen haben, aber auch von Therapieansätzen, die man machen kann. Es gibt wirklich wahnsinnig tolle Dinge. Also wenn du dich da mal irgendwie alleine fühlst und du kommst nicht weiter, dann sei dir ganz klar und bewusst, dass sehr viele Menschen das da draußen machen, nur die wenigsten sprechen drüber, weil sie eben keine Schwäche zeigen wollen, keine schwache Seite, was auch immer. Das Thema Journaling wird dir auch von Was haben sie denn für Coaches von Therapeuten empfohlen.

Dieses Schreiben eines Tagebuchs ist schon mal ein erster guter Schritt. Deswegen, das möchte ich dir heute mal ans Herz legen, dass wenn du es noch nicht machst, lass es zu einer Routine werden und fang damit einfach mal an. Also mach es einfach mal. Mach es einfach mal auch auf eine begrenzte Zeit. Nimm dir mal vor, das einfach für vier Wochen zu machen und schau mal, was es für einen Impact auf dich hat, wie es dir helfen kann. Und wenn es dir hilft, mach es auf jeden Fall weiter. Wenn es dir nicht hilft, dann war es auf jeden Fall ein Versuch wert. Wenn du dich über diese Themen mal austauschen möchtest, dann schreib mir einfach. Schreib mir gerne auf LinkedIn, schreib mir eine E-Mail über office@kuvg. De. Ich freue mich total, von dir zu lesen, auch vielleicht von deinem Ansatz, wie du mit dem Thema Journaling umgehst, was du da für dich für einen Weg gefunden hast, auch vielleicht noch andere Ansätze, die du nutzt, mit Herausforderungen, Problemen, egal ob im Alltag oder im Business, klarzukommen und eine Strategie für dich gefunden zu haben, die funktioniert. Da erfahre ich immer sehr gerne mehr und wende und teste das Ganze auch mal an für mich.

Deswegen, ich freue mich, von dir zu hören und freue mich vor allem, dass du heute wieder eingeschaltet hast und freue mich auf deinen Sonntag, den du heute noch haben willst. Ich freue mich jetzt auf meinen Sonntag, weil weißt du, was das Coole ist? Bei uns ist der See eingefroren und ich gehe seit Tagen auf dem See Schlitzschuh laufen und das macht so Bock. Es ist so cool. Es werden Kinderheitserinnerungen wach und es macht einfach nur Spaß. Also in diesem Sinne, mach’s gut. Ciao und bis dann.