Geschichten, die verkaufen - Storytelling, Storyselling & Content Marketing

Transkript

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Sprecher 2

„behind the Story, das neue Format bei „Geschichten, die verkaufen. Heute mit einem nicht nur total spannenden Gast, der unternehmerisch sehr viel erreicht hat, jemand, der mich schon sehr lange begleitet, den ich damals in meinem allerersten Podcast in einer der ersten Folgen als Gast hatte, sondern auch jemand, der spirituell über die letzten Jahre extrem gewachsen ist, der auch mit einigen Herausforderungen zu kämpfen hatte und dadurch persönlich auch stark gewachsen ist. Und über all diese Themen möchte ich heute mit ihm sprechen. Herzlich willkommen bei „Behind the Story, lieber Raphael.

Sprecher 1

Hallo. Danke, dass ich da sein darf. Ich freue mich sehr.

Sprecher 2

Schön, dass du da bist. Ich habe es ja gerade von dir erfahren, Raphael. Seit langer Zeit hast du keinen Podcast mehr gemacht. Das hatte so seine Gründe. Da können wir gerne drauf eingehen, wenn du möchtest. Aber mich freut es total, dass du diese Chance genutzt hast und dass wir zusammen den Podcast machen können. Jetzt auch noch bei diesem brandneuen Format, weil dieses Format gab es ja Du bist heute der allererste Gast, weil seit Uves Tod der mich immer noch teilweise – das kommt immer auf meine Tagesverfassung an – aber mich holt es natürlich auch oft noch ein und wirft mich auch wieder aus der Bahn, weil ich ihn einfach vermisse und weil er mein Sparringpartner hier im Podcast war. Mein Partner in crime, mit dem ich immer Ping-Pong spielen konnte und jetzt gibt es diesen Ping-Pong-Partner nicht und das fällt mir schon immer noch schwer. Und Aber aus dem Grund habe ich mir gesagt, ich brauche auch hin und wieder jemanden, mit dem ich sprechen kann, weil so alleine die ganze Zeit im Podcast herumzuhängen, ist auch boring. Und so habe ich für mich einfach gesagt: „Hey, ich hole mir Leute rein aus meinem Netzwerk, die ich persönlich auch schätze, die ich mag, die ich menschlich mag und mit denen ich einfach Lust habe, ein cooles Gespräch zu führen.

Sprecher 2

Wie mit dir jetzt?

Sprecher 1

Vielen Dank, dass du das sagst. Es ist für mich auch geehrt, dass ich der Erste hier sein darf. Das wusste ich tatsächlich gar nicht. Ja, schau. Ja, es tut mir auch wirklich leid, was mit Uwe passiert ist. Ich habe es im Internet gesehen, also auf LinkedIn, und ich habe ihn einmal nur gesehen. Wir haben es im Eme call, einen Online-Coaching-Callboy, ich glaube, ich war schon mal Gast und habe da gesprochen und habe ihn auch heute sehr warmherz mit den schönen Menschen kennengelernt. Also krass. Schön, dass du es weitermachst, auf jeden Fall.

Sprecher 2

Ja, war auch nicht leicht für mich. Wir hatten sie im Vorgespräch auch. Ich hatte echt so eine Phase jetzt auch, während zwischen den Jahren in den Ferien, auch als wir eine Kinderferien Ideen hatten, einfach mich zu beschäftigen: Wie mache ich weiter? Kann ich es weitermachen? Kann ich es ohne Uwe weitermachen? Weil das ist ja unser Baby. Das haben wir zusammen alles aufgebaut. Die Marke, die Community, die ganzen Menschen, die wir begleiten durften. Da hängt ja viel drin und viel dran. Und das hätte Uwe auch gewollt: Ich will auch sein Heritage weitertragen, weil er wird nie von dieser Marke, von der Bildfläche verschwinden. Ganz im Gegenteil, er wird immer ein Teil davon sein und ich werde immer die Geschichte von ihm erzählen, dass er eben nicht vergessen wird, weil das ist ja genau das Problem. Und ich glaube, von dem haben wir alle Angst, dass wir irgendwann mal einfach vergessen werden.

Sprecher 1

Absolut, absolut, ja. Ich glaube, wir hatten ja auch schon mal über historische Philosophie gesprochen und soweit ich mich damit auch mal eine Zeit lang tiefer befasst und so, und da ist ja auch dieses ganze Thema Legacy, durch seine Worte, Taten, Geschichten und so weiter weiterzuleben und die Menschen weiter zu berühren, ist ja auch ein wesentlicher Antrieb Und das ist auch irgendwie schön, Menschen so in Ehren zu halten, finde ich. Die Leute, die nicht mehr da sind, dass wir im Lager vorher sitzen, ihre Geschichten erzählen und sie dadurch in uns immer noch nachwirken, auch wenn sie nicht mehr neben uns sitzen.

Sprecher 2

Ja, total. Und ich glaube, deswegen schreiben auch so viele Menschen Bücher. Vielleicht habe ich auch deswegen mein allererstes Buch damals geschrieben und jetzt auch zwei weitere. Vielleicht schreiben deswegen Menschen Bücher, nicht nur vielleicht, ziemlich sicher sogar, starten Podcasts oder erstellen Inhalte, Content, weil das so ein bisschen den Footprint auch hinterlässt am Ende.

Sprecher 1

Ja, da kommen wir doch in so ein tiefes Ding rein. Wenn das jetzt reinpasst, dass wir da direkt ein. Alles passt rein.

Sprecher 2

Ich habe das nämlich auch. Wir gehen auch noch kurz rein. Sorry, dass wir so rein starten, Leute, aber Wir starten jetzt mal rein und gleich erzählen wir euch zu Raphaels Background noch ein paar Punkte. Aber bitte.

Sprecher 1

Ja, genau. Ich hatte auch schon viele Todesfälle in meiner Familie erlebt, also Großeltern, Unkels, Tanten, weil die Eltern begraben. Und ich habe dadurch und auch danach immer wieder neu festgestellt, je näher der Tod auch gerückt ist, desto mehr Angst hatte ich immer wieder auch, selbst dann als Nächster zu gehen, denn desto mehr Bedürfnis hatte ein Teil von mir, sich auch in dieser Realität fest zu kreilen und fest zu haften, diese Realität festzukrallen und festzuhaften. Diese starke Suche nach: „Warum lebe ich überhaupt? Wofür lebe ich überhaupt? Und wie kann ich in dieser Welt weiterhin sein? Und ich glaube, künstlerischer, schöpferischer Ausdruck ist so bitter sweet. Auf der einen Seite ist das so ein Weg, mit dem wir uns oder ich persönlich dann für mich festgestellt habe, dadurch, dass ich die Dinge schöpfe, erschaffe und Dinger, die auch mich überleben, bleibt eine Brücke zwischen mir, auch wenn ich nicht mehr in dieser Welt bin und dieser Welt bestehe, und das ist halt irgendwie dieses Schöne. Und auf der anderen Seite dieses Traurige, wo ich weiß, wenn ich nicht mehr existiere, sehe ich nicht mehr, was hier ist. Wahrscheinlich. I don't know, was danach passiert, aber es hat auch dieses so einen Nachgeschmack von illusorisch, weil ich meine Legacy gegebenenfalls nie sehen werde.

Sprecher 1

Das hat diese zwei Dimensionen, wo du dann plötzlich dann anfängst, dich zu fragen, oder ich will so nicht, wo bin ich denn eigentlich, wenn ich nicht mal hier bin und so, und dann kommt dieses ewige Rabbit hole, aus dem ich dann wieder neu rauskomme, indem ich mich einfach auf das Hier und Jetzt fokussiere und wiederum schöpferisch und fühlen tätig bin. Und so ist dieser Kreis, der dann immer hat, weiter fortbewegt. Aber ich finde, die Grundidee, die mich auch immer wieder neu aufstehen lässt, ist, wenn die Grundbedürfnisse erfüllt sind. Bei mir persönlich ist das, was mich am meisten begeistert: Dinge und Samen zu sähen, von denen ich weiß, daraus werden Bäume wachsen und die Bäume werden Früchte tragen, auch wenn ich diese Frucht nicht essen werde. Das ist eigentlich schön.

Sprecher 2

Das ist ein schöner Ansatz, der gefällt mir sehr gut. Es kommt ja auch von das Present, also die Gegenwart oder das Hier und Jetzt ist ja auf Englisch übersetzt, ein Geschenk. Und ich glaube, viel zu selten sehen wir dieses Geschenk, dass wir haben, diesen neuen Tag, der anbricht, den wir nutzen können, weil wir mit unseren Kopf, mit unserem Ego, mit unserem Über-Ich, dass uns jeden Tag da diese Stimme, die uns Sachen einflüstert, die meistens nicht gut sind – manchmal schon, aber oft nicht gut sind –, dass wir irgendwas in der Vergangenheit schlecht gemacht haben, wie die Zukunft aussehen kann und wir ganz vergessen, dass heute der Tag vor uns ist, dass wir mit Menschen Zeit verbringen dürfen, die wir lieben, die noch da sind zum Glück, die nicht schon eben verstorben sind, sondern mit denen wir noch Zeit verbringen dürfen. Und wenn man sich da dieses Bewusstsein schafft, wie du dir Dieses im Hier und Jetzt sein, den Moment genießen, da zu sein. Bestes Beispiel: Ich verbringe Zeit mit meinen Kindern. Ich schaffe es auch nicht immer und ich muss da auch besser werden, aber ich will da sein für sie. Ich Ich will mit ihnen spielen, wenn ich mit ihnen spiele.

Sprecher 2

Ich will mit ihnen Sport machen, wenn ich mit ihnen Sport mache oder einfach nur da sitzen und Zeit verbringen und nicht nebenbei noch am Handy herumfummeln, E-Mails beantworten und in Gedanken schon wieder ganz wo Kann das sein? Und das ist so wertvoll, das einmal zu realisieren, dass das ein Geschenk ist, dass du das heute hast und vielleicht auch morgen nicht mehr. Und im Stoizismus ist es ja auch eine Weisheit, die ganz wichtig ist. Es ist eine Eigenschaft, die negative Visualisierung. Und die negative Visualisierung bedeutet, dass du dir ganz klar in deine Gedanken reinholst, diese Visualisierung. Beispiel wieder Kinder. Deine Kinder stehen morgens auf und du wolltest eigentlich noch in Ruhe deinen Kaffee trinken. Und du denkst dir: „Oh Mann, jetzt sind die schon wach. Was soll denn das? Jetzt habe ich wieder keine Zeit für mich. Negative Visualisierung. Was wäre wenn heute der letzte Tag ist, an dem mein Kind aufsteht, weil es morgen vielleicht nicht mehr da ist? Und schon bist du so: „Meet time, egal. Kinder, kommt zu mir. Wir machen alles, was ihr wollt.

Sprecher 1

Richtig stark und richtig schön. Ich finde es immer wertvoll, die Lebensweisheiten, die wir im Laufe unseres Lebens auch realisieren, mit klaren Ritualen, auch mit so einer Art von Tools, auch wirklich zu Materialisieren im Lebensalltag. Weil ich finde, das eine Sache ist total spannend von dem, was du gerade gesagt hast. Ich resoniere damit total und ich habe mich auch realisiert. Ich bin jetzt seit 2012 unternehmerisch tätig. Die meiste Zeit der Jahre war extremer Endgegner-Hussell, wie ich das damals gerne genannt habe, auf 180 über die Autobahn. Und hätte mir das damals dann einer gesagt: „Ich bin gerade auf der Überholspur und dann hier präsent sein und mit der Partnerin Kindern Zeit verbringen, und so, da hätte ich das gar nicht gehört. Links rein, rechts raus, weil ich dachte: „Ich muss jetzt irgendwo weiter Gas geben. Das kommt einfach nicht an und ich finde es total faszinierend, wie in der Logik … Ich hatte mal gelesen, diese Glückskeksweisheiten, sei im Moment oder „Fühle dein Herz. Die klingt für den Kopf immer total langweilig und die funktionieren oder die wirken nur nach, wenn wir es fühlen, embodiden. Und das ist immer total faszinierend, sodass je größer eine Weisheit ist, desto mehr banalisiert das der Kopf.

Sprecher 1

Und man kann es wirklich nur durch Erlebnis und Embodiment nachspüren, weil sonst klingt es irgendwie lame für den Kopf. Ist nicht interessant, ist nicht komplex, ist nicht aufregend genug. Aber ich finde das irgendwie schön, sich dann immer wieder neu zu zentrieren und in den Körper zu gehen und in solche Situationen, weil da ist die Erfüllung. So platt das auch wieder klingt, aber das ist wirklich dann die Erfüllung, die dann dann einkommt.

Sprecher 2

Ja, oft ist halt vieles so platt, bis halt der Moment kommt, der halt dich dann herausfordert. Und dann ist es halt nicht mehr platt, sondern dann sind halt diese Glückskeksweisheiten, auf einmal werden die real und werden so „Okay, ein gesunder Mensch hat tausend Wünsche, ein kranker Mensch hat nur einen Wunsch. Ja, das macht leider Sinn, und zwar sehr sogar, wenn du mal in so einer Situation steckst. Jetzt hast du gerade schon ein Stichwort gesagt, Raphael. Jetzt stellen wir dich mal ganz kurz vor, damit hier die Zuhörend und Zuhörend wissen, wer du bist. Jetzt hast du schon ein Stichwort gesagt, du bist seit 2012 unternehmerisch tätig. Der Name dieses Mannes ist nicht nur Raphael, sondern Raphael Frank. Und Raphael, ich würde sagen, machen wir kurz so eine kurze Vorstellung, einfach, dass wir ein gutes Bild von dir kriegen, wo du herkommst, was so deine Reisen, deine Stationen bisher waren und dann können wir da gerne auf die einzelnen Stationen eingehen. Auch wie wir uns damals kennengelernt haben, wie jetzt auch schon Jahre dazwischen liegen und wir trotzdem immer noch in Kontakt geblieben sind, hatten wir auch im Vorgespräch total verrückt. Wir haben uns einmal in echt gesehen und dann immer digital den Kontakt gehalten, aber weil wir uns so gut verstanden haben in diesem einem echten Kennenlernen und da eine Connection hatten, hat diese Connection auch gehalten.

Sprecher 2

Und das fasziniert mich bis heute noch, weil wir haben gerade diesen Call angemacht, weil wir digital aufzeichnen, und es war sofort so, als ob diese Jahre, die da vergangen sind, als ob es gestern gewesen wäre. Das finde ich so spannend.

Sprecher 1

Finde ich jetzt auch sehr faszinierend und sehr, sehr schön. Genau, dann gebe ich kurz die kurze Zusammenfassung und wie du sagst, kann man gerne reintauchen, wo wir wollen. Ich bin Gründer seit 2012. Ich bin jetzt Mitte 30. 2012 habe ich gegründet, Anfang '20 und bin da tatsächlich ins Unternehmertum reingeschlittert durch auch wieder einen persönlichen Schicksalsschlag. Also damals war auch für dich so, als wir damals angefangen haben, war das noch nicht so in und sexy, Unternehmer zu sein. Es gab keine Podcasts, keine YouTube-Channels, keine Instagram-Influencer oder so, die darüber gesprochen haben. Ich war in der Uni im ersten Semester in der Humboldt in Berlin und bin auch für eines Raubüberfalls geworden, der auch dann fast tödlich geendet ist, war längere Zeit im Krankenhaus, dann in Reha. Und da hat tatsächlich, und das ist dieser große Bogen, der sich auch sprent zu dem, was wir gerade gesagt haben, war da erstmals konfrontiert mit der Realität, dass mein Leben endlich ist und mit der Frage: Was mache ich dann eigentlich damit? Und meine Antwort darauf war: Wenn ich weiß, dass ich potenziell jederzeit sterben könnte, möchte ich meiner Lebenszeit was Sinnvolles machen. Und ich habe seit 2012 verschiedene Unternehmen gegründet, die alle nicht vornehmlich die Logik hatten: „Okay, das ist jetzt gerade ein heißer Markt, da kann ich richtig gut reingehen und was aufbauen, was auch absolut valide ist.

Sprecher 1

Meine Frage war immer: Was kann ich hier gerade Sinnvolles machen, mit dem, was ich kann, weiß und mit dem, wie ich beitragen möchte im Leben und was wird daraus passieren. Und in der Logik habe ich dann 2012 mit einem Kumpel eine Marketingagentur gegründet für Hilfsorganisationen. Da haben wir Straßenwerbung gemacht und unsere Teams haben Leute angesprochen. Da wurde bestimmt jeder schon mal hier auf der Straße freundlich angestupst. Die hat dann nicht funktioniert, aber aus der Realisierung „Ich kann aus dem Nichts etwas erschaffen, sind verschiedene Da sind mir kleine Projekte entstanden, bis dann 2015. Ich eingestehen bin bei einem Kumpel von Myannes, der mit Primus State eine Biohacking-und Gesundheitsplattform aufgebaut hat damals. Er war einer der ersten, der Supplements in Deutschland angeboten hat in hoher Qualität auf Amazon und im eigenen Onlineshop. Ich bin eingestiegen, als da gerade das dritte Supplement gelauncht wurde, „Vitamin D/D-Tropfen, und habe das dann mit ihm, Nikolaus, seinem dritten Gründer und noch zwei anderen Kumpels, in einen Jahre aufgebaut und wir haben Prime Estate, die Plattform über Supplement-Produkte, Online-Kurse und andere Materialien rund einen guten, gesunden Lifestyle auf die drei Millionen Umsatz gebootstrappt. Waren so acht bis zehn Leute bis 2021, aber irgendwie kamen wir nicht so richtig weiter.

Sprecher 1

Es war unsere große Leidenschaft und es war unsere Passion, an diese Themen zu arbeiten, aber wir haben es einfach nicht geschafft, die Marke noch weiter zu skalieren und sind dann auf die Idee gekommen: „Hey, wir schauen uns mal an, 80/20 pareto-effizient. Was funktioniert eigentlich bei uns wirklich gut und was funktioniert eigentlich nicht so gut? Und funktionieren heißt, was hat wirklich einen Impact bei unserer Kundschaft gehabt? Und damit realisiert, neben allem, was wir so an Blogs und Podcasts, YouTube-Videos und 1000 Blog-Artikel und so gemacht haben, haben wir 80% unseres Umsatzes über Kollagen erwirtschaftet, über Amazon und die Bons & Shop. Wir hatten noch damals schon das erste Kollagenprodukt auf Amazon gelauncht, 2015. Das heißt, wir waren schon lange im Kollagen-Game, haben realisiert, Kollagen ist eigentlich unser Item-Top-Seller. Und dann haben wir uns die Reviews angeschaut und realisiert, die Leute, die Kollagen kaufen, sind keine jungen Biohacking-Dudes wie wir, so CrossFit-Berliner, sondern unsere Mütter, Tanten, Omas, die das nicht für ihre Performance-Optimierung, sondern für ihre Pro-Aging, für gesundes Alter, sage ich mal, genutzt haben. Und aus der Realisierung haben wir dann kurzerhand eine zweite Marke aufgebaut, die hieß dann Glow 25, mit dem gleichen Kollageneprodukt, das wir auch bei Primestate hatten.

Sprecher 1

Und in dem Zeitpunkt, 2021, das war dann März, als das gelauncht ist, habe ich es zum ersten Mal realisiert, was passiert, wenn Produkt, Market und Team fusionieren und komplett so wie so ein Schlüssel- Schloss-Prinzip, so klack, klack, klack, ineinandergreifen und sich die Schatztruhe öffnet. Weil wir haben diese Marke gelauncht im März und im Sommer haben wir die halbe Million Umsatz geknappt. Im zweiten Jahr sind wir achtstellig gegangen und im vierten Jahr haben wir dann die 100-Million-Euro-Marke geknappt und jetzt im fünften Jahr haben wir die 20-Million-Ebit-Marke geknappt. Und man denkt sich so gebootstrapped und man denkt: „Wie ist das denn passiert? Wir haben doch einfach nur damals was unseren Topseller verändert. Und ich fasse die Reise natürlich sehr, sehr, sehr, sehr kompakt zusammen, weil Wachstum zu halten erfordert ja auch innere Stabilität und inneres Wachstum und organisativen, organisativen Wachstum. Aber diese Marke habe ich mit meinen zwei Kumpels aufgebaut. April letzten Jahres, 2025 war das, haben wir dann die Geschäftsführung abgegeben, weil wir uns gedacht haben, die Marke hat so viel Potenzial. Wir sind alle überzeugt, das ist mindestens eine Milliardenbewertung, aber es wird wahrscheinlich ein Milliardenunternehmen, so wie die Wachstumsreise ist, jetzt in Deutschland und Europa, online und offline.

Sprecher 1

Und wir haben uns einfach zwei Schwergewicht-CEOs und CFOs reingeholt. Also den Online-Chef von Douglas, der das gesamte Douglas-Geschäft in Europa aufgebaut und auf über eine Million skaliert hat, haben wir als CEO dazugeholt. Steven und den CFO von Pro7 Sat1 und Cyberport und so anderen sehr großen neunstelligen Unternehmen haben wir als CFO reingeholt, Arndt. Die beiden bauen das Unternehmen seitdem weiter und wir drei Gründer sind jetzt erstmals in der Situation, die ich mir mit 18 gar nicht erträumt haben konnte. Wir sind jetzt in Sommerferien, wenn ich das für mich so nenne. Das heißt, wir arbeiten nicht mehr, aber verdienen Geld und können jetzt eigentlich komplett unsere Zeit frei einteilen. Jeder von uns hat seine eigenen Projekte und Dinge, die so passieren. Und in der Realität lebe ich gerade. Ich mache ein paar Start-up-Investments. Ich habe auch eine eigene Stiftung, die wir aus Glau heraus gegründet haben. Können vielleicht auch noch mal zu sprechen, aber das ist gerade so der Status-Quo.

Sprecher 2

Das ist so schön, die Entwicklung, Raphil. Hättest du mir das gesagt, als wir uns damals das erste Mal bei euch, bei Primers State in Berlin im Office, getroffen und gesehen haben, dass das in diese Richtung geht? Ich hätte gesagt: „Ja, das kann passieren. Why not? Aber dass es dann so geht und so abgeht. Und vor allem, und das ist ja das Allerstärkste von euch auch und das zeigt einfach, wie sehr ihr auch diesen, wie du es vorhin genannt hast, diesen grind, diesen Hustle gelebt habt, das Ganze gebootstrapped aufzubauen. Ein produktbasiertes Business, das erfordert so viel Qualitäten von euch, von den Gründern, von denen, die im Lead sind, weil Wachstum alleine und Verkaufen, ja, das kann jeder, aber das Marketing dahinter stemmen, die Budgets dahinter stemmen, die nötig sind, immer wieder die Neukunden reinzuholen für das Wachstum. Die Produkte, das Sourcing dahinter auf Lager zu haben, diese Investments, die da auch kalkuliert werden müssen, das ist crazy. Also das ist ein riesen Apparat, den können sich die wenigsten auch vorstellen, wenn es einen gewissen Skaleneffekt hat dann am Ende. Deswegen, da habe ich höchsten Respekt für euch, wie ihr das gemacht habt und ihr habt das so verdient, dass ihr jetzt in dieser Position seid, dass ihr da tolle Management People drin habt, die sich drum kümmern, die davor schon auch den Proof of Concept geliefert haben, dass sie es können und ihr euch uns jetzt Dinge kümmern könnt, die ihr in den 15 Jahren nicht machen konntet, weil ihr nur daily in diesem Ground wart.

Sprecher 2

Deswegen mehr als verdient. Mich freut es von Herzen, dass das alles eingetreten ist. Es ist echt richtig, richtig stark.

Sprecher 1

Danke schön. Freut mich sehr zu hören. Es war auf jeden Fall eine sehr intensive Reise. Es gibt nämlich so ein spannendes Ding. Es gibt zwei Arten von Unternehmen, die extrem schwer zu führen sind, finde ich. Und das ist auf der einen … Und ich habe beide erlebt. Das eine extrem ist, wenn du immer kurz vor der Pleite bist, wo du immer weißt, in sechs Wochen geht das Licht aus, ich muss irgendwo noch einen Euro finden, ich muss irgendwie noch was verändern an meinem Produkt, an meinem Angebot, Supply Chain, Kostenstrukturen und so. Und das ist dann wirklich so der Tanz auf der Vulkanenspitze, wo du der Lava ausweist die ganze Zeit, dass es diese eine Dimension extrem emotional anstrengt, weil man immer wieder neu gezwungen ist, Ruhe zu bewahren in diesem ganzen Kontext und gute Entscheidungen zu treffen und nicht einfach umzufallen. Und es gibt dann dieses andere Extrem, was ich kennenlernen durfte, weil wir sind dann per Definition ein Hyperscale-Geschäft gewesen, extremst schnelles Wachstum, und haben da festgestellt, wenn du so einen Raketenstart hast und die Rakete bremst nicht ab, du kannst eine Rakete nicht auf halber Strecke einfach sagen: „Komm, wir machen jetzt mal ein bisschen langsamer, weil es gibt Fliegkräfte und Momentum.

Sprecher 1

Du kannst dann nicht einfach langsamer werden. Das haben wir dann auch realisiert, weil wir dachten, können wir nicht ein bisschen langsamer wachsen? Manchmal geht das einfach nicht, weil die Rakete muss in den Orbit, sich zu ins All. Du kannst sie nicht irgendwo abbrechen. Und das habe ich dann für mich kennengelernt als Wachstumsreise. Ich war auf das Gymnasium gekommen, in der fünfte Klasse, bis zu 13. Da ist Abitur. Normalerweise habe ich ein Jahr Zeit, den Stoff reinzuziehen. Aber Hyperscale bedeutet, du kommst in die fünfte Klasse und du machst in der sechsten oder siebten Klasse Abitur. Das heißt, du musst alle Klausuren einfach nicht alle vier Wochen eine, sondern du schreibst heute Deutsch geschrieben. Dann ruft sich einer an und sagt: „Morgen Abend ist Mathe Klausur.

Sprecher 2

Und er so: „Nein, nein.

Sprecher 1

Ich war doch im Kino verabredet. Warum das denn? Und dann weißt du aber gar nicht, was in der Klausur rankommt. Du hast so eine Idee und dann kaufst du dir die Bücher und hörst die Podcasts an, irgendwie herauszufinden, was du da jetzt fixen kannst. Dann hast du die Matheklausur bestanden und übermorgen ist dann, keine Ahnung was, Sozialwissenschaften oder Bio. Und das geht dann halt jahrelang so. Deswegen Respekt an alle Leute, die im Business gerade in diese Extreme führen. So wohl halt gerade der Tanz auf dem Vulkan als auch in der Rakete. Extrem anspruchsvoll und ich fühle jeden, der da nicht einfach so unbeschoren davon kommt, weil die Illusion, sich dann noch zu machen, eigentlich müsste ich jetzt auch noch eine perfekte Work-Life-Balance haben, meine Freunde sehen, mit meiner Frau und meinen Kindern die ganze Zeit am Start sein, ich bin so ein schlechter Mensch oder so, beziehen sich dann irgendwie auf so ein persönliches Scheitern. Das macht einen ja auch schon ein bisschen fertig dann, dann in einer gewissen Rolle zu sein, im gewissen Lebensabschnitt und den auch zu akzeptieren, als „So ist das gerade und es ist einfach gerade so. Es ist gar nicht so einfach, aber wichtig.

Sprecher 2

Es kommt halt oft dann auch das echte Leben dazwischen. Ich habe es ja selbst erlebt und bei mir war dieser Moment, ich hatte so einen auslösenden Vorfall und das war gerade, als wir Kino-Alt verkauft haben und Kino-Alt auch so skaliert haben, genau wie ihr, auch komplett gebootstrappt. Wir hatten kein physisches Produkt, wir hatten ein technologisches Produkt, eine Software und waren da, wie ihr auch, in so einem Hyperscale Mode, waren auch bei mittleren achtstelligen umsetzen innerhalb von drei Jahren. Das ging alles so schnell. Das ging so schnell, Raphael. Wie du sagst, das hat einen förmlich überrannt. Man hat jeden Tag versucht, da einfach mitzukommen und nicht irgendwie von den Gleisen zu fallen, sondern auf dem Gleis zu bleiben und weiterzufahren. Und da kam dann so viel bei mir zusammen, vom Verkauf bis hin dieser starken emotionalen Belastung, auch physische und psychische Belastung. Das ist ja alles wirklich, das hat ja komprimiert. Baut es so einen Druck in dir auf, dass bei mir 2016, 2017 leider dann so eine Phase kam, wo ich fast zerbrochen wäre. Also es war wirklich, wirklich, wirklich knapp. Dem bin ich gerade noch mal so von der Schippe gesprungen, weil ich aber auch an mir festgehalten habe und nicht da auch teilweise auf andere Ärzte gehört habe, dass ich mir Dinge nur einbilde.

Sprecher 2

Weil natürlich, wenn du dann mit deiner Geschichte kommst, welchen großen Druck du gerade hast und was da gerade so passiert, dann wirst du halt ganz schnell immer in so eine psychosomatische Ecke gestellt. Ja, das ist alles halt … Es bilden sie sich ein, das ist gar nicht so, weil man kann nichts finden. In meinem Fall war es aber so: Man konnte was finden, leider erst relativ spät. Ich wurde von einer Zecke gebissen und das wurde nicht entdeckt. Und ich hatte extrem Nervenschmerzen und Nervenprobleme. Also mein ganzes Nervensystem war überlastet und das hat sich so aufbauend entwickelt. Und ich habe alle möglichen Tests damals gemacht, wirklich alles. Es wurde nichts gefunden, bis mein Schwiegervater damals, der Professor Dr. Heinz-dieter Notdurft, mir geholfen hat, weil er einen Test gemacht hat, den niemand gemacht hat, und zwar auf Borellien, Boreliose. Und der Test ist so angeschlagen und dann wusste ich, was mit mir los war. Aber ich Wusste zwei Jahre nicht, was mit mir los war oder eineinhalb. Und habe dann versucht, mit einer Antibiose das alles irgendwie hinzubekommen. Das hat leider nicht so funktioniert. Ich musste mich dann mit alternativen Wegen beschäftigen, die mich dann wiederum zu neuen Opportunities auch gebracht haben, die mich nicht nur persönlich wachsen haben lassen, sondern auch wiederum unternehmerisch, was sehr spannend ist.

Sprecher 2

Aber ich musste mir selbst helfen in dem Moment, weil ich gemerkt habe, von außen kann mir keiner helfen, wenn du dir jetzt nicht selbst hilfst und auch Hilfe in Anspruch nimmst, wie dass du therapeutische Maßnahmen einleitest, dass du auch fernab von der klassischen Medizin in eine alternative Medizin einsteigst und vor allem – und das finde ich am allerwichtigsten, Raphael –, dich selbst mit der Thematik beschäftigst und da wirklich tief eintauchst und zum Experten wirst. Weil wenn du selbst nicht der Experte bist, auf andere kannst du dich nicht immer verlassen. Deswegen eintauchen, damit beschäftigen. Und so geht es mir jetzt heute besser. Es ist immer noch nicht weg, aber ich kann damit umgehen und kann damit leben und kann es einordnen. Damals konnte ich es nicht einordnen und es hat mich echt fast eben zerbrochen. Es war echt knapp davor, weil du natürlich kaum mehr Energie hast. Also weil so viel Energie in diese Beschäftigung mit diesem Zustand geht, mit so chronischen Schmerzen, die man hat, die nicht weggehen von alleine, die man auch nicht wegzaubern kann. Die sind halt da und die ziehen so viel Energie. Und wenn du dann auch ein Unternehmen leiten musst, vielleicht noch ein weiteres aufbaust und auch noch eine Familie hast, das war tricky.

Sprecher 2

Aber ich bin so happy, dass ich da dran geblieben bin für mich und nicht aufgegeben habe. Und deswegen jeder, die jetzt gerade dieses Gespräch mit mir und mit Raphael hören, wenn ihr gerade eine schwere Zeit habt und die hat jeder von uns mal, vor allem in dem Alter, in dem wir jetzt gerade stecken, in dieser zweiten Lebensphase, da kommen diese Themen meistens. Du bist a) nicht alleine damit, b) spreche mit jemandem drüber, fress es nicht in dich hinein, versuch dir, Hilfe zu holen, verschließ dich nicht vor Freunden und Familie, sondern versuch, die teilhaben zu lassen und geh nach draußen damit. Das habe ich viel zu spät gemacht für mich, weil ich dachte, ich muss ganz alleine damit umgehen können, weil ich ja so stark bin und ich bin ja Unternehmer, aber es war der falsche Ansatz. Heute weiß ich mehr und weiß es besser und bin froh, dass sich das alles so entwickelt hat.

Sprecher 1

Ich finde es sehr schön und beeindruckt mich, dass du da immer mehr in diese Selbstwirksamkeit auch gegangen bist, weil ich kenne das bei mir durch Gesundheitsreisen und so. Gibt es den Moment, den du dann sicherlich auch festgestellt hast, war diese Realisierung, wo wir dann merken: „Okay, krass, Hier kann ich die Verantwortung nicht abgeben, sondern das ist mein Körper, meine Gesundheit, meine Lebensspanne. Und ich muss jetzt in die ultimative Selbstwirksamkeit gehen, weil der Preis alternativ einfach zu hoch ist, vor allem wenn Schmerzen akut da sind und diese Unklarheit da ist. Und es gab sicherlich auch viele Situationen, wo du, ich weiß nicht, wie du das gemacht hast, aber dann auf deine Intuition vertrauen musstest vielleicht. Gehe ich jetzt zu dem oder dem Experten? Mache ich jetzt das oder das? Gehe ich jetzt da oder dahin? Wir haben drei Leute, vier Meinungen oder auch vielleicht gar keine. Und es ist dann immer wieder an uns, dann zu sagen: „Okay, ich mache jetzt das, weil ich irgendwie doch noch Hoffnung habe, dass es besser werden kann oder ich Klarheit darüber finde, was ich eigentlich habe. Und das ist schon gruselig, aber es macht einen Menschen auch sehr stark, finde ich.

Sprecher 1

Also ich kann es schon nicht persönlich sagen. Ich hatte in den letzten Jahren immer wieder auch gesundheitliche Herausforderungen. Vor allem, zum Beispiel, als meine Mutter verstorben war, 2023 im November, war das bei mir auch ähnlich geleitet wie bei dir, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich bin irgendwann aufgewacht, sondern ich hatte chronische Beschwerden. Meine Arme waren taub und haben komisch gekribbelt, meine Kopfhaut hat gekribbelt. Ich habe teilweise meinen Hinterkopf irgendwie nicht mehr gespürt. Chronischer Schwindel hat sich breitgemacht, so ganz komische Symptomatiken. Und ich bin zu einem Neurologen gegangen, so als erster Weg. Und der hatte mir auch gesagt: „Okay, wir machen jetzt immer T, Gehirntumor auszuschließen Dann hatte ich einige Tage lang Angst, dass ich irgendwie Gehirntumor plötzlich habe oder so. Dann hat das MRT negativ. Dann gehe ich wieder zum Neurologen, guckte sich das LMRT an und sagt: „Okay, dann kannst du psychosomatisch sein. Kommen Sie mal in acht Wochen noch mal wieder Und dann hat man da dieses Ding, wo eine Autoritätsperson einem sagt: „Okay, hier ist die Schulmedizin vorbei. Jetzt sieh mal zu, wie du es hinbekommst gefühlt. Nicht jeder Arzt, nicht jede Ärztin ist so natürlich. Es gibt sehr viele holistische Praktizierende.

Sprecher 1

Aber von da aus dann in Hoffnung, Klarheit und Intuition zu bleiben und seinen Weg zu finden, den man als Mensch wieder funktional werden kann und am Leben teilnehmen kann und auch sinnerfüllt und glücklich am Leben teilnehmen kann, ist eine Reise. Deswegen freut es mich auch, wenn du mir dann von Projekten erzählst, die daraus auch mit entstanden sind und woaus Schmerzschöpferkraft wurde. Das ist schon ziemlich nice.

Sprecher 2

Das finde ich am stärksten. Das hast du ja auch erwähnt, diese schöpferische Kraft was zu erstellen, was zu kreieren, was auf die Welt zu bringen. Nicht nur Kinder, was auch wunderschön ist, aber Produkte, Dienstleistungen, Angebote, was anderen Menschen helfen kann in ähnlichen Herausforderungen. Und das habe ich für mich einfach entdeckt. Das erfüllt mich total, was du zu wissen, ich kreiere hier was, was einen Impact hat, was einen echten Impact hat und was dann natürlich auch wirtschaftlich funktionieren kann, damit es diesen Impact weiterträgt, weil nur der Impact alleine reicht leider nicht. Es muss sich auch tragen Und wenn dann diese Tragfähigkeit entsteht, das ist magisch. Das ist so ein geiler Moment und das ist was, was mich zutiefst erfüllt. Und das hoffe ich, dass ich das mein ganzes Leben noch machen kann. Deswegen wird es nicht nur immer bei einem Enten, sondern ich habe schon für mich entdeckt, Raphael. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber ich habe fast schon so einen Fünf-Jahres-Zyklus, was ich merke, so alle fünf Jahre, so fünf Jahre kann ich an einer Sache wirklich so voll dranbleiben. Und dann merke ich aber, jetzt kitzelt es wieder. Jetzt hat sich wieder irgendwas ergeben.

Sprecher 2

Jetzt hat sich aufgrund vielleicht einer eigenen Herausforderung oder in der Familie oder was man so wahrnimmt, hat sich was ergeben, wo man wieder so einen Spark hat, so einen Funken. Und auf Und dann kommt dieser Funke und man kann gar nicht wieder stehen. Weißt du? Der löst ein Feuer in dir aus. Und ich kann das dann nicht. Ich kann dieses Feuer nicht innerlich brennen lassen. Ich muss das nach draußen tragen. Und selbst wenn es nicht klappt, dann weiß ich aber, ich habe es versucht und ich habe es nach außen getragen und ich habe versucht, diese Energie freizusetzen. Und manchmal geht diese Energie ins Universum und ist da halt, aber manchmal – bleibt sie auch ähnlich wie Glow – wird es so eine Supernova und geht auf und du hast da eine Explosion am Sternenhimmel, was ja mit Glow passiert ist, was ja so stark ist. Ich meine, ihr steht ja, ich glaube, bei DM seid ihr oder bei Rossmann Ihr seid bei zahlreichen anderen Einzelhändlern seid ihr. Ihr habt ein wahnsinnig tolles D2C-Geschäft, also über euren eigenen Onlineshop. Ihr seid bei Amazon total vertreten. Weißt du, spätestens wusste ich das Ganze, als Glow bei uns in der Küche stand.

Sprecher 2

Und Anna wusste das nicht. Du hast sie ja vorhin kurz kennengelernt. Die war kurz hier bei mir im Studio unten. Und ich sage zu Anna: „Hey Anna, du weißt schon, dass das von Raphael ist? Und sie: „Wie? „von Raphael, von Primers Date? Weil das wusste sie noch, weil wir haben ja damals schon immer eure Produkte auch genutzt. Ich habe ja damals schon euer Kollagen genutzt und ich fand’s damals schon klasse, weil es wirklich auch das Erste war, aus Weidehaltung. Das fand ich so geil, von der Qualität. Super. Auch die anderen Produkte. Und so kannte Anna es eben auch. Und Anna schaut mich nur an: „Echt jetzt? Das habe ich nicht gewusst. Und dann wusste ich, okay, wenn es bei meiner Frau und bei uns hier steht, dann wird das noch bei ganz vielen anderen Frauen auch in der Küche stehen und sie werden es nutzen.

Sprecher 1

Das freut mich sehr. Das war auch tatsächlich dann mein persönlicher Glow-Moment, weil es Wenn ein Unternehmen so schnell wächst, ist es auch sehr schwierig, dann das selber zu realisieren. Ein großer Teil von mir realisiert das heute immer noch nicht. Ein Teil von mir realisiert auch immer noch nicht, dass ich Unternehmer bin. Ich habe die Uni abgebrochen sehr früh und ich habe nicht bis Anfang 30 irgendwie gefühlt, noch so ein bisschen wie ein Student gefühlt. Und mein Selbstbild ist immer so ein bisschen eine Zeitversetzung dabei. Und die letzten Jahre waren einfach so rasant. Es ist echt schwer, das zu greifen und zu realisieren. Ich hatte aber diese Momente, diese Hello-Momente, wo Freunde und Bekannte angefangen haben, zu schreiben: „Hier, ich besuche hier gerade meine Oma in Potsdam oder so, oder „Ich bin gerade bei meiner Tante in Gütersloh. Guck mal, was ich hier im Schrank gefunden habe, und dann schicken wir Fotos und ich so: „Ja, nice.

Sprecher 2

Ja, jetzt ist es da.

Sprecher 1

Wir sind im Mainstream angekommen.

Sprecher 2

Ja, super. Ich weiß ja von dir auch, aufgrund deiner Persönlichkeit, aufgrund deiner eigenen History und all dem, durch diese ganzen Momente, die natürlich auch dieses krasse Wachstum gefordert haben, dass du halt auch sehr viel machst, vor allem jetzt auch, jetzt wo du die Zeit noch mehr hast, dass du an dir und an deinem persönlichen Wachstum arbeitest. Und das habe ich für Habe ich auch, bevor wir da jetzt einsteigen, auch schon früh entdeckt, was du klar früh mit dem Thema Stoizismus befasst und mit der Literatur dahinter, mit der Philosophie am Ende, aber dann auch selbst einzutauchen in dieses Thema, das erst mal für mich relativ weit weg war. Jetzt war ich schon immer oder schon lange – ich bin ja schon wirklich lange mit meiner Frau zusammen, sind auch schon lange verheiratet – und jetzt hatte ich das Glück, mit einer sehr spirituellen Person zusammen zu sein und die als Partner zu haben. Trotzdem habe ich für mich erst relativ spät diesen Glow-Moment, wie du ihn nennst, gehabt: „Hey, warte mal, da wartet noch etwas anderes. Da gibt es noch was was anderes. Das ist vielleicht nicht gleich auf den ersten Moment sichtbar, aber da ist irgendwas.

Sprecher 2

Das Thema Spiritualität. Und egal, wie man es auslegt, da hat ja jeder seine eigene Auslage. Weißt du, für den einen ist Spiritualität Religion, der Glaube an einen gewissen Glauben. Für den anderen ist es ein Glauben an ein höheres Wesen oder an eine Kraft, die da irgendwo unterwegs ist. Für den anderen ist Spiritualität Natur. Und in der Natur unterwegs zu sein und da halt die Energie aufzusaugen. Aber dass es halt eine gewisse Energie gibt, die uns alle umgibt, die wir selbst auch in uns tragen. Weil man merkt das alleine schon, wenn man mit Menschen spricht. Menschen, die high in energy sind, die strahlen was aus, die haben so eine Aura. Und den Da bleibst du viel mehr an den Lippen kleben, als jemandem, der das nicht hat. Und diese Menschen müssen aber diese Energie auch irgendwoher beziehen. Die kommt ja nicht von alleine. Und ich bin der festen Überzeugung, dass diese Energie, die man da so hat, die man weitergeben kann, Die schöpft man genau aus solchen Themen, dass man sich damit befasst und dass man sich bewusst ist, dass man das Bewusstsein schafft: „Da gibt es irgendwas, egal wie ich das für mich auslege, wo ich diese Kraft tanke, damit ich diese Kraft weitergeben kann, – wie auch immer die Kraft aussieht.

Sprecher 2

Ob die in Form von Energie ist, die du weitergibst, in Form von der Kreation von Produkten, die du weitergibst, von einer Dienstleistung, im Sozialen, wo auch immer. Aber irgendwoher muss diese Energie kommen. Wie schöpft denn du diese Energie für dich, Raphael?

Sprecher 1

Erst mal sehr schön gesagt. Und bei mir ist das im Grunde so, also das, was du als Spiritualität bezeichnet hast, oder wie du sagst, es gibt verschiedene Auslegungen, was es für einen Menschen bedeuten kann. Und für mich ist erst mal die essentielle Grundidee von Spiritualität oder die Grundthese, wenn man so möchte, ist, es gibt eine Energiequelle, zu der ich mich anbinden kann, die mich hinausgeht. Und wie du auch gesagt hast, manche Menschen sind so, ich sage mal, mystische Natur. Es gibt so mystische Natur, die du lehren. Schamanismus und indigene Völker sehen ja Seele und Energie in jedem in allem sich herum und haben ihre verschiedenen Gegenstände zum Beispiel. Und es gibt eine Kraftquelle, mit der ich mich verbinden kann, die über mich hinausgeht. Und das klinkt oder klang für mich in meinem Lebensalltagbewusstsein immer zu spirituell, esoterisch. Ich habe da sehr lange nicht keinen Kontakt zu gehabt. Mitte 20 zum Beispiel, als mich jemand gefragt hat: „Was ist der Sinn des Lebens? Da weiß ich noch, ich war auf einer Party abends ein paar Gin Tonics getrunken. Da hat mich ein Kumpel gefragt, der war Coach, meinte: „und Rafa, ist hier so Leben, Spiritualitätssinn? Und ich habe zu ihm, glaube ich, wortwörtlich geleilt, glaube ich.

Sprecher 1

Ich meine: „Bro, Alter, ich will jetzt erst mal Millionär werden. Für diese Scheiße habe ich gar keine Zeit. Sorry, man. So eine Da habe ich einfach abgewirbelt und meinte: „Frag mich noch mal, wenn ich Millionär bin, ist mir alles scheißegal. Also Menschen entwickeln sich auch weiter in der Hinsicht. Also ich war einfach in einem anderen Zustand verfangen. Und bei mir hat sich das erst eingestellt, als mein Vater verstorben ist, 2017, und ich dann für mich einfach festgestellt habe, es gibt Lebensereignisse, die sind so schmerzhaft. Es kann auch eine Trennung sein, es kann eine Krankheit sein, es kann ein Tod sein, das Unternehmen kann pleite gehen, mit allem, was danach passiert, juristische Themen. Ich weiß es nicht, jeder Mensch hat ja was anderes und meistens finden Menschen in der Dunkeleit zum Licht. Wenn man es noch abstrakt gesagt, viele Religionen sind ja auch aus dem Leiden heraus entstanden, weil Menschen oder ich persönlich, für mich weil ich es realisiert habe, es gibt einen Moment, der ist so dunkel, der kann so dunkel sein, da komme ich nicht alleine raus. Da kann ich mich nicht rausreden oder das verdrängen oder einfach was trinken oder Gummibärchen essen oder whatever, durch kompensatorisches Verhalten da durchgehen.

Sprecher 1

Es gibt Kellerräume, die sind so dunkel. Es geht nur, wenn irgendwo anders dann irgendwie ein Licht aufgeht, das nicht selber rauskommt. Und da habe ich angefangen, tatsächlich damals zu meditieren. Ich habe nie so an Religion in dem Sinne geglaubt, auch wenn ich katholisch getauft war und habe da angefangen zu meditieren. Das war damals die erste Art von Meditation, so eine Jode Spenser-geführte Meditation. Einige kennen ihn vielleicht. „opening the Energy Centers, so eine 60 Minuten geführte Meditation, hatte mir jemand empfohlen, da in mich zu gehen und dadurch meine Trauer wirklich spüren zu können und nicht rauszugehen, weil ich habe damals versucht, mit Arbeit, mit allen möglichen Themen das zu verdrängen. Und dann Wo ich mit der Medikation gestartet. Beim ersten Mal, Tag eins war „I don't know, ich habe es erst mal gemacht, Tag zwei war „I don't know und an Tag drei, da hat irgendwas Klick Ich bin in so einen tiefen, es klingt jetzt vielleicht kitschig für Leute, die das nicht erlebt haben, aber ich bin plötzlich in so einen tiefen Frieden reingetappt und ich hatte so Visionen teilweise, wie ich meinen Vater auch noch umarme und wir uns in den Arm legen und ich ihn verabschiede und so und Tränen kamen durch und da ist uns so viel durchgekommen.

Sprecher 1

Und danach ist, ich sage mal, nach dem Gebitter war ich wieder in so einem sehr, sehr friedlichen Zustand, wo ich dachte: „Wow, krass. Ich weiß nicht, was das hier ist. Ich bin eigentlich nur ein Online Unternehmerdutsch, der hier reich werden will, aber irgendwie habe ich mich gerade mit irgendwas verbunden, egal ob es Fantasie ist oder auch nicht, was mir Frieden geschenkt hat und Hoffnung geschenkt hat, dass es weitergeht und schön weitergeht. Und das war einer der ersten, oder der erste Moment von diesem, was so was viele spirituelle Lehrenden suchen, dieses nicht duale Erlebnisse, wo man mit allem eins wird und so ein bisschen mit dem Sein verschmilzt, dass häufig Meditation oder Tanz, Tänz oder was auch immer schon seit Jahrtausenden so praktiziert wird, habe ich damals erlebt. Und seitdem ist Meditation mein wertvollster Anker immer wieder. Wenn ich richtig tief bin, gehe ich sehr tief und lange in Meditation. Nach dem Tod meiner Mutter habe ich zum Beispiel 60 Tage lang jeden Tag mindestens eine Stunde meditiert, teilweise zwei, und hatte da die tiefste Trauerverarbeitung, die noch über jede Art von therapeutischer Unterstützung hinausging. Das hat echt immer wieder extrem viel mit mir gemacht. Und die zweite Dimension, die du auch genannt hattest, Natur, sind Spaziergänge.

Sprecher 1

Da fühle ich einfach irgendwas, wenn ich mich aufmache und die Natur einsaugen, einatmen. Das sind Momente, die mir auch irgendwie sehr viel Kraft schenken, wenn ich realisiere, dieser Baum, der steht ja schon seit hunderten Jahren. Dieser Stein ist vielleicht 10, 20, 30,000 Jahre alt. Die sind auch noch da. Alles gut. Irgendwie fühle ich mich da geborgen und eingebettet von Mutter Natur Und das gibt mir dann auch noch was. Aber ich glaube, das sind so Erfahrungen, die, während dann in so einen normalen Lebensalltag sind, wo es eher so Performance und Leistungsfähigkeit geht, werden diese tiefgreifenden Werkzeuge genutzt, ich sage mal, für den oberflächlich kosmetischen Nutzen von weniger Stress, höhere Herzratenvariabilität. Fair enough, ist ja auch nice. Sie haben aber das Potenzial, extrem tief zu gehen und den Körper und Geist wirklich tiefgreifend zu bewegen.

Sprecher 2

Das sind zwei super Komponenten, die du da nennst. Verfolge ich genauso wie du. Ich meditiere hier auch seit Jahren, also auch damit angefangen, als es mir auch so schlecht ging gesundheitlich, als ein Vehikel dann auch für mich entdeckt. Es ging auch mit Joe dispenserlos bei mir. Meine Frau hat mich dann weiter eingeführt, was super war, und habe für habe ich einfach so eine Freestyle-Meditation dann gebaut, in der ich halt bin. Und die geht bei mir so über von Meditation in Stretching-Einheiten. Und das habe ich für mich entdeckt. Das ist total geil, weil ich quasi mit der Meditation starte und dann mit den Augen zu in so ein Stretching-Muster reingehe. Und das ist super und hilft mir morgens echt so gut rauszukommen, in diese Meditation zu bleiben und auch dann diese Kraft so ein bisschen aufzusaugen, die auch durch dieses Stretching, diese Energie da entsteht, was erst mal ganz sanft ist und erst mal noch gar nicht anstrengend, aber du merkst, wie sich alles lockert in dir und wie du einfach so den ersten Drive reinbekommst. Und dann natürlich in den Wald zu gehen. Mein Sohn ist im Waldkindergarten. Ich sage es dir, Raphael, das ist das Allercoolste, den zu sehen, wie er im Wald mit seinen Buddys den ganzen Tag da verbringt und diese Kraft hat vom Wald.

Sprecher 2

Ich habe es bei meiner Tochter gesehen, die war in einem normalen Kindergarten, der war auch super. Aber wir haben uns gesagt: „Hey, wir probieren das mal aus, weil uns damals seine Erzieherin in der Grippe meinte: „Hey, dem könnte das richtig guttun, weil klar, Junge, high in energy, die sind halt kleine Rambarzambas und Der Wald hat so eine wahnsinnige Wirkung auf sein Nervensystem. Und ich freue mich tatsächlich, und da habe ich mich früher gar nicht drauf gefreut, die Elternabende im Waldkindergarten. Die sind so cool. Letztens angekommen Elternabend und es war Weihnachtsfeier. Und halt schöne Stimmung, so Wald und alles. Und dann haben die einen kompletten Sitzkreis aufgebaut mit Baumstämmen. In der Mitte war Feuerschale mit Lagerfeuer an. Das war so ein geiles Setting. Daneben der Wald. Ich dachte mir: „Hey, ich würde hier auch gerne den ganzen Tag rumhängen. Kann ich hier meinen Laptop aufstellen und von hier arbeiten? Also wirklich, das in Kombination mit der Meditation ist was, was jeder machen kann. Jeder kann sich zu Hause hinsetzen. Du brauchst nicht immer ein Meditationskissen. Du kannst dich auch einfach auf den Boden, auf eine Matte, auf deine Couch, ins Bett, wo auch immer setzen. Meditieren ist am Anfang nicht easy, weil dein kleiner Monkey Mind dich immer ablenken will und dir irgendwas einflüstern will, was du jetzt machen sollst und was du denken sollst.

Sprecher 2

Und dieses an nichts denken, das hinzubekommen. Das dauert. Aber wenn du es schaffst, dann kommst du genau in so Momente, wo du – und das hört sich jetzt auch für Menschen, die das nicht machen – hört sich das auch wieder sehr spirituell und abgefahren an. Die werden sich jetzt denken: „Hey, Bernie, Raphael, was quatscht ihr da? Ihr Freaks. Aber wenn du diesen Moment erreichst, dann öffnet sich dein drittes Auge. Und wer das noch nicht erlebt hat, der kann es nicht wissen. Aber dieses dritte Auge ist quasi was sich außerhalb von dir befindet. Es ist schwer zu beschreiben. Das ist wie in so einem Tunnel, in den du reinkommst. Ein Tunnel voller Licht, der durchs Universum fliegt. Aber der gibt dir zum Beispiel diese Energie. Und das ist Wahnsinn. Das kannst du Bereich, in dem du nur still da sitzt, versuchst, an nichts zu denken und in dich gehst. Mit dem Wald noch als Kombination, wo auch jeder Mensch rausgehen kann, einfach in den Wald gehen kann. Bei den Japanern heißt das Ganze Shinrin Yoko, glaube ich, das Waldbaden. Hat ja auch schon seit Jahrtausenden wird das von denen genutzt, vor allem in der TCM auch, in der traditionellen chinesischen Medizin.

Sprecher 2

Also das sind Tools, die gibt es einfach schon viel länger als uns. Wir haben sie manchmal einfach nur nicht auf dem Schirm oder sind noch nicht bereit dafür, wie du damals. Hey, Digger, ich will Millionen machen und Online-Business. Hau ab mit deinem Schmarrn hier. Man muss in diese Situation kommen. Es braucht den auslösenden Vorfall im Storytelling. Spricht man immer von dem auslösenden Moment, auslösend in den Vorfall. Und der kann ein Tod sein von dem nahestehenden Menschen. Der kann ein eigener Zusammenbruch sein, eine Herausforderung, mit der man nicht klarkommt, wo man dann Wege sucht, wie man damit klarkommt. Aber jeder von uns wird mal diesen Moment haben. Und dafür gibt es aber diese Tools, mit denen man arbeiten kann. Und das ist das Wichtige zu wissen.

Sprecher 1

Richtig stark. Zwei Ergänzungen dazu, weil du hast ja schon richtig cool angefangen, das so ein bisschen im Alltag zu verbacken. Eine Sache, die ich festgestellt habe, oder zwei kleine Meditationstechniken, die mir auch unternehmerisch extrem beholfen haben, sind vielleicht noch interessant hinzuzufügen. Ich habe mir gelernt, auch von sehr erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern Dass viele Menschen, vor allem am Anfang der unternehmerischen Reise, in Anführungsstrichen Fehler begehen. Sie wissen es einfach nicht anders, aber es ist, weil es so naheliegend ist, dass sie nur ihren Kopf benutzen für unternehmerische Entscheidungen und nicht in den ganzen Körper. Und das ist so ein bisschen wie der Unterschied. Wenn ich nur kognitiv mit meinem fokussierten logischen Denken agiere, ist das so, als ob ich nur einen Muskel benutze, Biceps. Und ich versuche die ganze Zeit, so einen Tisch nur mit meinem Biceps hochzuheben. Und man kommt auch ein Stück weiter dadurch. Ist ja auch fein, das rein so zu machen. Aber ich habe für mich persönlich festgestellt, die großen Würfe, teilweise geniale Entscheidungen, teilweise Durchbrüche, wo ich halt vorher den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen habe, kam, indem ich vom Bizeps auf Deadlifts gewechselt habe, also Kreuzheben, so ganzen Körper benutzen.

Sprecher 1

Und den ganzen Körper benutzt man, indem man nicht nur das logisch fokussierte Denken nutzt, sondern die Tiefenintuition mit einbezieht. Und das ist ein einfacher Muskel, der auch trainierbar ist, wie Biceps Curls. Und zwar habe ich mich dann morgens hingesetzt, lange, lange Zeit bei Teil meines Morgenrituals, eine kurze Meditation, Timer auf fünf Minuten zu stellen. Ich habe meine Augen zugemacht, ich hatte vor mir Zettel und Stift liegen und ich habe einfach noch nicht mal bewusst versucht, mich auf meinen Atem zu fokussieren oder auf gar nichts zu fokussieren, sondern ich habe nur eine Frage wirken lassen, und zwar: Was ist heute wichtig? Was ist heute wichtig? Und ich habe fünf Minuten gewartet und erst nach dieser fünf Minuten Meditation diese eine Sache aufgeschrieben. Und das hilft einfach, den Nebel des Geistes so ein bisschen in die Klarheit zu bringen. Der Körper hat einige Minuten, Dinge zu verdauen und zu verarbeiten. Und dann waren da so ganz simpel Sachen drin wie „Person XYZ, wir brauchen einen Marketingmanager einstellen, heute auf LinkedIn suchen. Oder eine andere Sache war: „Schreib Person XYZ an wegen dem Vertrag B. Andere Sache war „Diese Marketingbotschaft könnte in einem Sale funktionieren. Wir sollten den Preis von Produkt X 5 Euro verändern.

Sprecher 1

So einfache Sachen kommen irgendwie dabei raus, aber das knallt dann halt und das hat einen riesen Impact, rein unternehmerisch, wenn man nur so agiert. Manchmal ist auch persönlich Tante anrufen, die zur Freundin sprechen, wie auch immer. Aber das hat dann für mich schon so eine kleine Lust drauf gemacht, weil ich habe dadurch meditative Zustände mit realem Impact in meinem Lebensalltag verbinden können. Und es war nicht so ein Gefühl von „Ich setze mich jetzt fünf Minuten hin und verschwende meine Zeit, was in meinem Kopf so sagen wollte, sondern „Nein, mega nice, ich wechsle jetzt von Bizeps auf Ganzkörper und ich benutze jetzt mal mein gesamtes Sein, eine Entscheidung zu treffen, die vielleicht gewaltig werden kann in einem Ketteneffekt. Und da kommt richtig was herum, wenn Leute das nur ein paar Mal gemacht haben. Ich habe auch mal als Coach nebenher gearbeitet, zwei Jahre, habe Leuten dabei auch geholfen, ein bisschen in diese intuitiven Zustände rein zu leiten.

Sprecher 2

Das war auch im Zuge von Primal State. Das war ein Primal State Coaching. Es war ein Unternehmer High-Performance-Coaching, wenn ich mich richtig erinnere, gell?

Sprecher 1

Genau, ja, genau. Das war zwei, drei Jahre. Ich habe über die 100 plus Unternehmerinnen und Unternehmer begleitet, teilweise bis zu einem Jahr, im Bereich gesunde Leistungsfähigkeit. Das heißt, wir haben nicht geguckt, wie sie jetzt ihre Marketingstrategie verändern, sondern wie sie sich Lebensalltag so erschaffen, der ihnen Kraft und Klarheit gibt, was ja wesentliche Grundelemente sind für jede Art von Wachstum.

Sprecher 2

Stark. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern. Ich habe das auch verfolgt. Die Zeit, wo du da auch als Coach tätig warst, fandest du es superspannend. Und genau das hat ja auch den Impact, weil es geht nicht immer nur die unternehmerischen Entscheidungen, es geht auch die persönlichen Entscheidungen. Es geht Hand in Hand, diese beiden Themen. Aber das, was du jetzt gerade gesagt hast, mit der Meditation und daraus dann diese eine wichtige Sache zu fokussieren. Das finde ich sehr spannend. Das nehme ich für meine Routine mit. Das finde ich super. Was ich mache, ich journal jeden Tag. Finde ich super mächtig für mich und auch hier gar nicht nach einer klaren Methode. Ich Braindumpe einfach. Das, was ich gerade im Kopf habe, versuche ich rauszutragen, weil ich für mich gelernt habe, oft beschäftigen uns Dinge, die total random sind und gar nicht so wichtig sind, aber wir kriegen sie nicht aus dem Kopf raus. Die sind dann wie so ein Strudel, die so runtergehen. Und das zieht dir wieder Energie, die du eigentlich dann für Businessentscheidungen brauchst, die du in deinem täglichen Tun brauchst. Und so versuche ich, diese Energie quasi vom Hirn über die Hand, über den Stift aufs Papier zu bringen und dadurch rauszutragen.

Sprecher 2

Und das hilft mir enorm, dass ich das loswerde, einfach. Und das können total lapidare Themen sein, aber auch ganz wichtige Themen. Und das unterscheidet sich jeden Tag so komplett. Aber das mit der Meditation zu verbinden, finde ich super. Das werde ich direkt mal austesten. Es gefällt Fällt mir sehr gut.

Sprecher 1

Nice. Journaling finde ich auch richtig cool.

Sprecher 2

Ja, es gibt einfach Dinge, wie gesagt, die sind so alt. Sie funktionieren einfach. Das ist das Schöne. Du hast es vorhin schon erwähnt, Raphael. Du hast neben Glow und Primal State und auch dem Coaching-Business, das du dann eine Zeit lang gemacht hast, jetzt auch wieder Zeit für dich und für Themen, die dich so interessieren, die vielleicht auch dich neu interessieren, die so in dein Leben kommen. Und was ich ja gesehen habe bei dir: Du hast auch ein Konzept mit aus der Taufe gehoben in Berlin, wo es eben darum geht, so einen dritten Ort zu schaffen, wo sich Menschen aufhalten. Früher oder in der Zeit, bevor es diese neuen dritten Orte gibt und gab, war der Koffeeshop die Ecke unser dritte Ort, das Fitnessstudio, was teilweise mein dritte Ort ist, weil ich da einfach gerne bin, in der Sauna, im Fitnessstudio, wo ich weiß, da halte ich mich gerne auf, da sehe ich oft die gleichen Menschen. Das ist schon wie so ein kleines Habitat, in dem ich mich bewege. Jetzt habt ihr aber in Berlin auch so einen dritten Ort geschaffen mit Anti. Magst du mir da ein bisschen was drüber erzählen?

Sprecher 1

Sehr gerne. Dritter Ort, das ist ein schönes Bild tatsächlich. Ich hatte letztens einen Artikel gelesen, den ich auch sehr spannend fand zu dem Thema: „In Berlin, hier wo ich wohne, gibt es seit einiger Zeit so ein Clubsterben. Das liegt nicht nur an damals Covid und so, sondern Die jüngeren Generationen haben einfach immer weniger Bedürfnis, Alkohol zu trinken und unter Leuten Vollgas zu geben, wie wir das damals genannt haben. Das heißt, die Clubs machen hier immer weiter zu und die jüngeren Generationen trinken tatsächlich auch immer weniger und sind gesundheitsbewusster. Und diese Grundidee oder die Intention, die Menschen aber hatten: „Hey, ich habe meinen Beruf, meine Familie und dann meine Freunde. Und es gibt halt irgendwie noch Orte wie Kirchenclubs, whatever wo ich dann auch irgendwie mich mit meiner Community verbinden kann, Dinge zu tun. Das verändert sich gerade. Und wir haben festgestellt, es gibt noch nicht viele – und das kommt gerade an Orte, die ich mich hineinbegeben haben, die mich lang die mich kurzfristig mit mir und anderen Menschen verbinden und Spaß und Freude auslösen, aber langfristig auch sinnvoll für meine Gesundheit sind, körperlich, geistig, emotional. Und ein dieser Orte haben wir erschaffen, in Berlin Mitte, den ersten Social Wellness Space, mindestens der Stadt.

Sprecher 1

Ich weiß nicht, ob es in anderen Städten auch so was gibt schon. Und der heißt Anti-Space. Und das Wort Anti ist erst mal so ein bisschen griffig, Berliner griffig, aber die Grundidee ist einfach, dass wir uns gegen den entfremdet toxischen Mainstream wenden wollten, relativ so edgy, der normalerweise in Städten proklamiert und gelebt wird. Das ist eine Gesundheitsoase, in der Menschen kommen, auf drei Stockwerken. Es gibt einen Social Space, einen Kaffee, Smoothies, wo man essen, trinken und am Lagerfeuer sitzen kann, am Kamin. Da gibt es einen Raum, ein Stockwerk, in dem Menschen Red Light, also mit Rotlicht, energetisiert, Yoga, Pilates, Sportworkouts, Meditation, Stretching und so weiter machen können, ihren Körper zu aktivieren. Und dann gibt es einen Floor, das ist der Spa-Bereich, in dem du Sauna, breathwork, Eisbadge-Sessions machen kannst und dich in Gruppen, meistens so 20, 30 Leute sogar, wo sich die Menschen auch gut miteinander kennenlernen können oder auch alleine, einfach so noch mal in einen anderen Zustand begeben können. Das, was man in einer Party gesucht hat mit so guten DJs und Drings, gibt es bei uns auch. Es gibt auch immer wieder mal auch abends-oder nachmittags Partys mit guten DJs oder einem alkoholfreien Getränken, in den Menschen trotzdem in exatisch folfele Zustände kommen und danach wieder hochgehen in den oberen Stock und sich zusammen einen Smoothie gönnen und einfach in einem ganz anderen Zustand dann sind.

Sprecher 1

Es gibt Orte, Jeder Ort bringt dich in einen gewissen State. Wenn du im Gym bist, bist du im Gym Mode. Wenn du im Wald bist, in einem anderen Zustand. Wenn du im Office bist, wiederum anders. Wenn man bei uns im House of Social Wellness ist, kommt man in einen Zustand, der ist zentriert und gleichzeitig offen. Und ich habe für mich festgestellt, und auch wenn Leute dort sind, haben wir festgestellt, danach fühlt man sich besser. Es fühlt sich einfach gut, wenn man an solchen Orten ist. Du fühlst dich entspannter, klarer, hast gute Gespräche getroffen mit Menschen, die deine Einstellung teilen. Du schläft danach auch gut. Und Ich glaube, diese Art von Orten, die wird es auch immer mehr geben. Deutschland, Europa, den USA, Bali und so entstehen immer mehr solche Orte. So was bringen wir auch gerade nach Berlin und es ist schon ziemlich cool, so was zu machen, weil ich habe immer nur Online-Geschäft gemacht, immer so ein Offline-Geschäft, Geschäft zu haben, wo auch wirklich dann was steht, ist schon cool, wo man so Beton anklopfen kann und da kommt auch ein Geräusch raus. Das ist schon schön.

Sprecher 2

Ja, total. Das fühle ich, weil ich bin deswegen jetzt wieder ins physische Produktbusiness eingestiegen mit einer neuen Company, über die ich auch mal sprechen werde, jetzt nicht in dem Kontext hier. Das wird definitiv noch kommen, aber da werde ich auch drüber sprechen. Aber fühle ich total, weil du es anfassen kannst. Das Digitale fühlt sich nie fertig an. Es fühlt sich immer, da geht noch was, hier kannst du noch was verändern, da kannst du den Funnel noch optimieren, hier kannst du die Copy noch optimieren, hier kannst du den Shop noch optimieren. Das ist nie fertig. Aber so was Physisches ist halt irgendwann mal fertig und es steht da. Und das ist halt was, was total befriedigend ist und mich selbst total befriedigt. Deswegen verstehe ich es bei dir, wie dich das befriedigt hat. Und du schaffst vor allem den Ort, wo Menschen zusammenkommen. Der Community-Gedanke ist da und das fehlt uns ja allen heute total. Klar sind wir alle connected, mehr denn je, digital. Aber wir sind auch einsame denn je und haben eigentlich gefühlt fast gar keine Freunde mehr. Die finden alle digital statt. Aber wenn du mal wirklich jemanden brauchst, weil es dir schlecht geht, weil du jemanden brauchst zum Austauschen, dann hilft dir das Digitale oft nicht.

Sprecher 2

Das kann sein Part dazu beitragen, aber du brauchst diesen Menschen am Ende. Wir brauchen dieses Physische, dieses Zusammensitzen, diesen Austausch, dieses Zusammensein, dieses Gefühl zu haben, einfach wo dazugehören. Das ist total wichtig und das ist cool, dass ihr diesen Ort in Berlin geschaffen habt, weil ich ja einmal im Jahr eigentlich auf Bali bin und dort gibt es diese Orte auch schon seit einer gewissen Zeit. Und ich habe das immer so genossen, da zu sein, eben auch, wo es nicht wo es nicht Party geht, sondern wo es Gesundheit geht, Wachstum geht, Wellness geht für dich. Und finde ich toll, dass ihr das nach Berlin gebracht habt. Ich warte darauf, dass das hier bei uns in München dann auch aufpoppt. Ich glaube, es gibt schon so ein, zwei Spots, die jetzt ein ähnliches Konzept auch hier fahren, aber so ein Anti München wäre bestimmt auch angebracht.

Sprecher 1

Das wäre echt ganz schön. Ja, absolut. Warst du auf Bali? Kennst du das Alchemy dann?

Sprecher 2

Ja, das Alchemy. Alchemy ist super.

Sprecher 1

Genau, daran ist das so ein bisschen, also nicht orientiert, aber das ist so ein bisschen auch, wenn ich da war, hat es einen ähnlichen Grundbeip. Du hast einen Ort, du kannst da essen, du kannst deine Kurse machen, du kannst da Menschen connecten, so was, so ein bisschen integrierte Orte.

Sprecher 2

Nein, das Alchemy ist super. Auch die Gastro im Alchemy ist genial. Also auch die angebotet. Ich habe da so einen coolen Workshop dieses Jahr gemacht. Also letztes Jahr im Sommer war ich mit meiner Familie die ganzen Sommerferien da, was super war. Und ich bin ja immer hauptsächlich zum Wellenreiten da. Und wir sind dann auch immer auf der Bucket-Halbinsel, also unten der Uluvato-Binge in der Ecke, also eigentlich immer in der Uluvato-Area. Und das Alchemy ist ja in der Uluvato-Area. Es gibt es mittlerweile auch in einer anderen Area beziehungsweise In Uboot gibt es das Alchimie auch. Ich glaube, da ist auch der ursprüngliche Space, glaube ich, her auch.

Sprecher 1

Genau, das ist der erste gewesen.

Sprecher 2

Genau. Aber das sind Ulubato. Da habe ich einen Workshop gemacht mit einem Teacher, was super war, weil der war komplett darauf fokussiert, das Nervensystem zu regulieren. Und es war nicht so ein klassischer Yoga-Workshop, sondern das waren so Typen wie ich, die da waren. Es waren hauptsächlich Männer, es waren viele Männer da, waren aber auch Frauen da. Der Männeranteil war größer. Also normalerweise, wenn du einen Yoga-Workshop hast, da hast du immer einen größeren Frauenanteil eigentlich. Aber du hast gemerkt, dieses Thema Nervensystem und Regulation, das ist nicht nur etwas, was du jetzt gerade brauchst, sondern das beschäftigt gerade mehrere. Weil vor allem, wenn du unter großem Druck stehst, immer diesen Pressure von außen hast und dir selbst natürlich auch diesen Druck machst, dann führt das dazu, dass dein Sympathikus, dein Parasympathikus, dein Nervensystem einfach überlastet und du musst für diese Entlastung sorgen. Und du musst schauen, wie du deinen Parasympathikus triggerst und nicht immer auf den Sympathikus gehst, weil der ist immer in Anspornung. Es ist immer dieses fight or flight. Es ist immer so: „Wir müssen vom Löwen wegrennen, der uns gerade jagt und „Oh Gott, das nächste steht schon wieder an. Aber wie kommen wir in diese Rest-and-Digest-Phase?

Sprecher 2

Also in dieses einfach mal unterm Baum setzen, mit einem Apfel essen und nicht gleichzeitig das Handy in der Hand haben und da zu scrollen auf TikTok oder wo auch immer, weil das bringt dich genau wieder in den Sympathikus. Und das konnte der so toll vermitteln. Und das ist aber so der Vipe, der im Alchemy ist. Deswegen finde ich es cool, dass das für euch diese Inspiration war. Und jeder von euch, der mal auf Bali ist, in der nahen Zukunft, sollte im Alchemy vorbeischauen, weil es nicht nur tolles Essen gibt, tollen Kaffee, sondern vor allem auch echt coole Workshops. Gibt es bei euch dann auch das Thema Workshops? Habt ihr das auch schon integriert bei Anti?

Sprecher 1

Ja, gibt es auch. Weitersgehend ist, ich sage mal, Kursbetrieb, aber es gibt immer wieder mal Workshops, die so ein bisschen special sind, wo es dann Soundhealing geht, Sound Journeys oder auch so interaktive Dinge gemacht werden. Das finde ich auch sehr cool. Die gehen in so drei, vier Stündchen und dann kommen neue Fehler zusammen. Manchmal, und das ist auch ein neues Modell, viele Marken unterstützen so was mittlerweile auch, also viele Brands auch wie Glow 25 oder so, machen dann gemeinsam mit Anti-Space einen Workshop. Da wird zusammen eine Sauna Eisbar gemacht und danach noch ein bisschen interaktiv Dinge getan und so. Und das ist auch richtig schön immer sie. Und eine Sache, die ich aber festgestellt habe, wo du sagst, du erbringt ein System, Das ist extrem spannend bei mir jetzt in der Realisierung gewesen seit letztem April, wo ich nicht mehr so viel gearbeitet habe, ist, ich vergleiche das auch ein bisschen damit, dass ich, als ich unternehmerisch tätig wie Formel 1 gefahren bin, quasi. Sehr High Stakes, sehr intensiv, sehr aufreibend. Im Grunde dreht man sich im Kreis, aber man entwickelt sich dabei weiter. Die Maschine entwickelt sich weiter, man selber entwickelt sich weiter. Aber ironischerweise ist es einfach Das ist ganz interessant.

Sprecher 1

Und als ich dann ausgestiegen bin und das Rennen vorbei war, das große Rennen, habe ich einmal mit mir selber, aber auch einmal durch Unterstützung von Osteopathen und wenn ich mit anderen Menschen gearbeitet habe und ein Nervensystem und so, stelle ich bis heute fest, das ist jetzt zehn Monate her, dass mein Motor immer noch nicht kalt ist. Das heißt, ich habe gar nicht realisiert, in was für einem extrem angespannten Zustand mein Nervensystem war. Und das ist total crazy, weil in so einem extrem aktivierten Zustand haben wir entsprechend auch weniger Körperwahrnehmung und merken gar nicht, wo ich persönlich auch gar nicht gemerkt habe, gar nicht gemerkt, wo ich eigentlich eine Pause bräuchte, wo mir vielleicht meine Verdauung nicht wirklich gut getan hat, weil ich irgendwelche Dinge gegessen habe, die mir nicht gut taten, wo ich gar nicht so viel geschlafen habe, wie ich dachte und so weiter und so fort. Und ich finde das extrem wichtig, immer wieder jetzt mittlerweile umso mehr Oasen zu finden, die auch länger als ein, zwei Stunden sind, vielleicht ein, zwei, drei, vier Tage oder so, wenn ihr auf Bali wart oder so, oder wenn andere Menschen hier dann mal nach irgendwo in den Wald fahren, für eine Woche vielleicht oder für zwei mal wirklich runterzukommen, damit der Körper sich ein bisschen rekalibrieren und abschalten kann, weil das ist echt total krass, weil ich denke da aktuell auch sehr viel drüber nach, aufgrund eigener gesundheitlicher Themen, aber auch grundsätzlich.

Sprecher 1

Ich bin sehr viel mit Ärzten, Medizinern verbunden, allein durch Arbeit bei Primestate. Ich habe jetzt neulich auch in eine Longevity-Klinik mit investiert und stelle da fest, dass die Experten auch immer wieder feststellen: „Krass, der größte Krankheitstrigger ist dieser chronische Stress, weil das Nervensystem so aktiviert ist, das Immunsystem und die Verdauung unter Druck wird und so weiter und so fort. Dann kommen diese ganzen Folgeketten. Und in unseren Lebensalltag ist Stress so unbanal, – das ist das Wort. Das schockt uns gar nicht, wenn man sagt: „Du bist aber total gestresst. Da sagen wir: „Ja, genau. Ich bin ja auch total wichtig. Und klar, ich muss auch hier die ganzen feuer löschen, weil ich hier der Held der Mannschaft bin. Und in diesem Stress gesund umzugehen. Ich glaube, ist das ist das wesentlichste Lebensthema unserer High-Performing-Community, zu dem wir auch Teil sind und zu denen wir auch sprechen, was ich gar nicht genug hervorheben kann, weil das macht wirklich krank. Ich habe festgestellt, ich bin jetzt dabei, sehr aktiv seit einigen Monaten meine Gesundheit wieder aufzubauen, nach der sehr aktiven unternehmerischen Phase, obwohl ich währenddessen auch schon sehr versucht habe, sehr aktiv zu sein durch Meditation, Ernährung und so weiter.

Sprecher 1

Aber die Intensität und Gewaltigkeit der Drucksituation, die unternehmerischem Handeln einfach einheim legen. Wenn du Formel eins fährst, ist es auch einfach schnell. Wenn du Unternehmer bist, ist es einfach stressig damit umzugehen, zu lernen, ist echt eine krasse Reise, die nicht unterstützt werden kann.

Sprecher 2

Das ist eine riesene Herausforderung. Wie du sagst, das Thema Stress, das ist schon einfach so allgegenwärtig und wir geben dem gar nicht mehr so viel Gewichtung, wie wir es eigentlich machen müssten. Und jeder von uns merkt es und ich glaube, da kann sich jeder wiederfinden: Du fährst in den Urlaub. Und was passiert so oft im Urlaub, was gar nicht passieren sollte? Du wirst krank. Und warum wirst du krank? Weil dein Nervensystem runterfährt und dir das Signal sendet: „Hey, ich komme jetzt in eine Ruhephase. Jetzt habe ich die Energie, überhaupt meinen Körper wieder zu reparieren. Und deswegen wirst du krank. Und der wird krank, weil er dich auffordert, er zwingt dich schon fast dazu, ruhig zu machen. Und in dieser Phase des Formel-1-Fahrens, des Rennens, des täglichen Getriebenseins, hast du die Zeit gar nicht. Du nimmst Ist das gar nicht wahr? Deinen Körper sendet dir auch vielleicht, zum Glück, im besten Falle nicht das Signal. Und oft ist es dann aber leider zu spät, wenn du dich erst dann damit beschäftigst. Deswegen so früh wie möglich damit beschäftigen, so Ausgleiche zu finden, auch wenn es vielleicht nicht zu 100% hilft, aber es trägt seinen Teil dazu bei.

Sprecher 2

Und klar, wenn dann der ganze Druck abfällt, wie in deinem Fall, dann zeigt sich das halt auch erst mit seiner vollen Wucht. Aber jetzt bist du ja auch jemand, der hat schon die ganzen Jahre durch das Thema Biohacking ja eh schon sehr viel Fokus darauf gegeben. Jetzt wenn du jemand bist, der da gar keinen Fokus drauf gibt und nur eben am Hustlen ist und nur am Arbeiten ist und sich gar keine Freiräume schafft, eben wieder sein Phare-Sympathikus uns da ein bisschen zu bedienen, eben in diese Rest-and-Digest-Phase zu kommen. Ja, das kann sehr blöd enden. Also da muss man wirklich, vor allem als Unternehmer, als Unternehmerin, als Führungskraft, als Familie als Familienvater, als Familienmutter, egal wo du gebraucht wirst. Wir alle werden gebraucht, auch wenn wir kein Unternehmer sind. Irgendjemand verlässt sich auf uns. Und das zu wissen, dass wir jemanden haben, für den wir da sein müssen oder dürfen. Alleine deswegen sollten wir uns schon immer so am eigenen Krawittchen, Schlawittchen packen und sagen: „Hey, jetzt gehe ich mal einen Step back und schaue, dass ich mich ein bisschen mich selbst kümmere. Was ich vorhin noch fragen wollte, Raffle, nicht, dass ich es vergesse: Ich wollte auf Bali und ich hatte den Kurs schon gebucht und ich habe mich so gefreut, einen 9D-Breathwork-Workshop machen, also einen 9D-Breathwork-Workshop.

Sprecher 2

Du kennst die wahrscheinlich. Vielleicht hast du die schon gemacht, wo du die Kopfhörer auffasst und dich in so eine komplette, immersive Reise begibst. Hast du es schon gemacht?

Sprecher 1

Ja, ja. Ich weiß nicht, ob das … Es gab ja verschiedene Strömungen. Ich habe das gemacht. Ich weiß nicht, in welcher … Oder dass du bei dir war, in diesen Pyramiden? Liegst du auf dem Wasserbett, hast, ich glaube, eine Augenmaske auf, dann deine Sounds und es ist jetzt so eine komplett immersive breathreliance. So eine Art davon, ne? Ja, ja. Ich glaube, nein, die breathreliance ist sogar eine Brand. Die sind relativ.

Sprecher 2

Ja, das ist eine Brand, genau. Leider ist Der Coach, die wurde krank, leider, und dann wurden die alle abgesagt. Das war total traurig. Aber wie war das? Was war das für dich? Was hast du da mitgenommen für dich?

Sprecher 1

Diese Session an sich, muss ich dazu sagen, war Das ist nicht meine heftigste breathwork-Session, aber ich kann das habe ich noch gar nicht erwähnt – ich mache tatsächlich seit eineinhalb Jahren durchgehend breathwork. Das war auch eines der Dinge, die ich nach dem Verlust meiner Mutter genutzt habe, mich wieder neu zu grounden. Da habe ich angefangen, eins zu eins Breathwork-Sessions zu machen. In Berlin war das. Das ist so eine Marke, die ist really aligned und die machen conscious connected breath. Das ist eigentlich wie in einem Deep-Breathwork, nur ohne Kopf Führer in dem Sinne. Und das mache ich schon seit eineinhalb Jahren. Ich habe auch eine Ausbildung zum breathwork-Trainer dann angefangen bei denen. Der zweite Teil, wo ich dann auch mitmache, ist dann ab diesem Sommer. Und das war für mich extrem krass. Also jede Art von breathwork, die durch intensiveres Atmen stattfindet, hat das Potenzial, uns in neue andere Zustände zu bringen und in diesen Zuständen ordnet sich etwas in unserem Körper und wir können auch neue Klarheit finden. Also Menschen nutzen das Gesundheit oder auch, irgendwelche Visionen zu empfangen oder mit ihrer Intuitivität zu connecten. Und was ich nicht wusste bei breathwork vorher: Es gibt, ich sage mal, verkopftes breathwork und es gibt körperliches „Breathwork.

Sprecher 1

Kopf-gesteuertes „Breathwork ist was wie boxed breathing. Fünf Sekunden einatmen, Pause, fünf Sekunden ausatmen und du steuerst mit deinem Kopf deinen Atem. Bei Sachen wie „9 Deep-Breath oder auch Conscious-Connected-Breath, jeder Art von dieser körperbetonter Atemarbeit, ist es so, dass du deinen Atem nicht so stark forcierst, sondern relativ automatisch tief ein-und ausatmen musst, so nach einer gewissen Methodik. Und das verbindet einen sehr stark mit dem körperlichen Empfinden und mit dem Unterbewusstsein. Und dadurch sieht man im Internet dann die Leute jetzt schreien und weinen und so weiter, weil sie aus dem Kopf heraus in körperliche Zustände kommen. Dazu muss ich als Side Note sagen, weil ich jetzt auch lange im Breathwork unterwegs bin wenn ich auch vieles gemacht habe, habe ich auch miterlebt, dass man sehr vorsichtig sein darf, wo man das macht oder wie groß die Gruppen sind, weil wenn jemand in einen sehr starken emotionalen Zustand kommt und nicht gehalten wird und keiner auf einen aufpasst, kann das für manche Leute sich ein bisschen gruselig anfühlen, weil du nicht dieses sichere Fundament hast. Deswegen mag ich so breathwork-Gruppen, wo man drei, vier, fünf Leute sind pro Person, die auf einen aufpasst, weil ich hätte auch schon sehr starke emotionale Zustände und das Gefühl dann zu haben, wenn einer einfach an der Schulter dann festhält und sagt: „Alles ist gut, wir sind da, gibt einem die Sicherheit, einfach die Emotion auch durchzugehen.

Sprecher 1

Aber es ist mega powerful. Schön, dass du es noch mal ansprichst. Ich habe es schon im Bewusstsein gerade gar nicht gehabt. Aber breathwork ist Das mächtigste Tool nach Meditation, weil du jemanden hast, der dich da durchleitet und man hat sofort Resultate häufig. Eine Session und die geht dann …

Sprecher 2

Kann ich so bestätigen. Ich habe eine und die war für mich so die, die mich komplett geöffnet hat. Auf Costa Rica eine, war ich in einem Retreat für Unternehmer eben mit einer Vereinigung, mit einer Community aus den USA, wo ich heute immer noch Teil davon bin, was supercool war, wo wir auch ganz viel mit breathwork gearbeitet haben, auch mit Schamanen und die war echt super, super, super spannend. Und da haben wir eben auch eine breathwork-Session gehabt und die war genauso: Menschen sind in Ekstase ausgebrochen. Das war crazy. Menschen haben berichtet, dass sie geschwebt sind. Was du durch diese Hyperventilation … Es war Wahnsinn. Es war wirklich, wo du dir auch denkst, kann gar nicht sein, aber doch, kann sein. Der Atem hat so einen krassen Impact auf den Körper, weil er unser ganzes System am Ende steuert. Und du kannst es vor allem auch extrem steuern damit. Deswegen spannend, dass du jetzt auch den Weg sogar gegangen bist, dass du da eine Ausbildung zum Coach gemacht hast, wenn du fertig bist. Und will ich von dir gecoacht werden, Raphael? Dann haben wir nämlich wieder einen Grund, warum ich nach Berlin komme oder du nach München.

Sprecher 2

Wenn du in München bist, dann gibst du mir ein paar Sessions unbedingt.

Sprecher 1

Gerne, da freue ich mich drauf. Das wird cool. Sehr cool. Ich habe so einen richtig schönen Yogaspace im Keller. Da können wir uns hin. Sehr schön. Und dann machen wir eine Befolkssession.

Sprecher 2

Cool. Raphael, es war mir eine riesen Freude, heute mit dir mal eine andere Art des Podcasts bei Geschichten, die verkaufen zu machen, und zwar eben ein Behind the Story, wo wir tiefer gehen, wo wir nicht so in der Oberfläche nur kratzen und wo es nur irgendwelche Strategien und Taktiken und Business und Sonstiges geht, sondern auch mal über über andere Themen. Und in anderen Folgen, für dich als Zuhöre, Zuhörerin, wird es auch andere, tiefere Themen gehen. Heute mit dem Raphael ging es eben diese Themen, weil das Themen sind, die uns beide einfach beschäftigen, wo wir wissen, wir beide befassen uns damit und wir sind so Partners in crime, Brothers in crime für das, weil wir wissen, da docken wir so an, weil wir so ein ähnliches Mindset haben. Und deswegen ging es heute auch viel genau solche Themen. Also für das nächste Mal wirst du wieder ganz was anderes erwarten können. Es wird immer eine Forschungsbox werden für dich, was da so passiert, über was für Themen es geht. Das Wichtigste ist, hier ist gar nichts geskriptet. Also es war alles komplett freestyle. Es gab keine Fragen im Vorfeld. Wir haben dieses Gespräch einfach so flowen lassen und es ist was wahnsinnig Tolles, Schönes entstanden, Raphael.

Sprecher 2

Vielen lieben Dank für deinen Input, für die ganzen Weisheiten, die da so geflogen sind. Auch die unternehmerische Reise, natürlich, aber auch die persönliche Reise, die du gegangen bist, fand ich mega spannend und ich glaube, da konnten sehr viele Menschen hier heute einiges mitnehmen, das auch einfach mal wieder so einen neuen Blickwinkel eröffnet.

Sprecher 1

Vielen Dank, es hat richtig Spaß gemacht. Danke dir, Bernhard.

Sprecher 2

Sehr schön. Wer mehr über Raphael erfahren möchte, klar, ihr solltet definitiv euch mal zu Glow informieren. Als nächstes Weihnachtsgeschenk, Geburtstagsgeschenk für eure Mama, vielleicht für euren Papa oder auch für die Freundin, für die Frau oder auch für dich, wenn du ein Mann bist. Kollagen kann jeder brauchen. Ist jetzt keine Produktwerbung hier, aber ich bin ein großer Fan davon, weil ich es auch schon lange nutze. Nicht regelmäßig, eher unregelmäßig, ganz ehrlich zu sein, aber immer mal wieder. Und ich fand’s immer toll. Den Raphael findet man sonst auch auf allen Socials, auf Instagram, auf LinkedIn, überall zu finden. Wenn ihr euch mit ihm connecten möchtet, dann macht es sehr gerne. Seine Handles, seine Nicks, Names sind, glaube ich, ganz normal Raphael Frank unter deinem Klarnamen. Und in diesem Sinne, lieber Raphael, ganz liebe Grüße nach Berlin und ich freue mich auf die erste Breastwork-Session, die wir gemeinsam machen.

Sprecher 1

Danke schön. Bis bald. Ciao, ciao.

Sprecher 2

Ciao.